Sommerliche Bienen- und Schmetterlingsweide - der Sonnenhut

Gelber Sonnenhut mit besonders großen Blüten - eine sehr beliebte Bienenweide von K.D. Michaelis

Der Sonnenhut ist eine recht beliebte Blühpflanze für das sommerliche Gartenbeet, die mit ihrer Blütezeit von Juli bis September nicht nur den Betrachter, sondern auch seine geflügelten Gartenbesucher immer wieder aufs Neue in ihren Bann zieht. Denn ihre Blütenpracht ist auch eine gern besuchte Insektenfutterquelle, die vor allem Bienen und Hummeln, aber auch Schmetterlinge zu schätzen wissen. Bei der Blütenfarbe hat man die Wahl von weiß, über die verschiedendsten Gelb- und Orangetöne, bis hin zu rosa und purpurfarbenen oder auch dunkelroten oder rotbraunen Farbtönen.

Diese Honigbiene mit ihren prallgefüllten, leuchtenden, orangen Pollenhöschen ist nicht besonders klein, sondern die Blütenstände dieser Sonnenhut-Züchtung sind besonders groß und prächtig.

Einen kleinen Nachteil haben die vielen inzwischen erhältlichen Zuchtsorten des Sonnenhutes. Sie werden meist relativ schnell (manchmal schon im zweiten Jahr, spätestens nach 4 bis 5 Jahren) blühfaul, wenn man sie nicht teilt und an anderer Stelle in gelockerter, nährstoffreicher Erde neu pflanzt. Wie man auf dem obigen Bild sieht, lässt sich der Sonnenhut auch problemlos als Kübelpflanze für Balkon oder Terrasse kultivieren. Im Beet sind Sonnenhüte absolut winterhart und brauchen keinen speziellen Winterschutz. Theoretisch kann man den Sonnenhut sowohl nach der Blüte im Herbst, als auch im Frühjahr zuschneiden. Wer unseren heimischen Vögeln jedoch einen Gefallen tun will, der wartet mit dem Rückschnitt unbedingt bis zum Frühjahr. Denn die verblühten Samenstände werden von den Piepmätzen gerne als Winterfutter genutzt. Außerdem sehen diese gerade bei Raureif oder mit etwas Schnee überzuckert auch für uns wirklich schön aus und können so auch in der dunkleren Jahreszeit interessante Akzente im Garten setzen. Außer beim ersten Schnitt ganz neuer Pflanzen, bei denen man besser 10 bis 15 Zentimeter stehenlässt, kann man ältere Sonnenhut-Stauden ziemlich bodennah stutzen.

 

Mit einer Wuchshöhe von etwa 80 bis über 300 Zentimeter werden Sonnenhüte - je nach Sorte - recht groß und besitzen trotzdem recht stabile Stängel, weshalb sie auch gerne für Sommersträuße verwendet werden. Allerdings halten sie in der Vase nicht besonders lange und lassen relativ schnell die hübschen Zungenblütenblätter hängen, weshalb ich sie viel lieber an der Pflanze bewundere.

 

Wie der Name schon verrät, bevorzugt der Sonnenhut einen warmen, vollsonnigen Standort mit frischer, lockerer, feuchter und nährstoffreicher Erde. Er verträgt sogar Hitze und kürzere Trockenperioden. Dies trifft auch auf den Roten Sonnenhut zu. Was die Wuchshöhe und die Sonneneinstrahlung betrifft, unterscheiden sich Gelber und Roter Sonnenhut jedoch.

Große leuchtendgelbe Blüten des Sonnenhutes Rudbeckia mit zwei Honigbienen darauf von K.D. Michaelis

Leuchtendgelber Sonnenhut Rudbeckia mit seinen riesigen Blüten und

zwei Honigbienen, die sein reiches Futterangebot nutzen.


Sonnenhüte sind genaugenommen zwei verschiedene Gattungen

Die bekannteste Variante der Gelbe Sonnenhut, der auch Gewöhnlicher oder Leuchtender Sonnenhut genannt wird, zählt zu den Rudbeckien. Er hat den Vorteil, dass er nicht unbedingt vollsonnig stehen muss, sondern auch mit Halbschatten zurechtkommt.

 

Der Rote Sonnenhut, der auch als Scheinsonnenhut oder Purpursonnenhut bekannt ist, gehört zur Gattung Echinacea. Er fühlt sich nur in der Sonne wirklich wohl. Ist der Standort zu schattig, geht die Blütenbildung schnell zurück.

 

Wer ganz genau wissen will, was da gerade so hübsch blüht, sollte sich die Blütenmitte genauer ansehen. Denn durch die vielen, verschiedenen Züchtungen kann man die Zugehörigkeit zur jeweiligen Pflanzenfamilie nicht mehr nur anhand der Farbe der Blütenblätter feststellen.

 

Streicht man mit dem Finger sanft über das mittig sitzende, dunkle Blütenkörbchen der Rudbeckia, fühlt sich dies eher weich an. Der Blütenkorb der Echinaceaen ist meist stärker gewölbt und fühlt sich deutlich stachliger an, weshalb man sie auch gerne als Igelkopf-Sonnenhut bezeichnet. Ihre farbigen, äußeren Zungenblätter hängen auch etwas mehr nach unten, als dies bei den Rudbeckien der Fall ist.

Rosa blühende Staude: Sonnenhut Echinacea / Igelkopf-Sonnenhut von K.D. Michaelis
Rosa blühender Sonnenhut Echinacea / Igelkopf-Sonnehhut von K.D. Michaelis

Rosa blühender Sonnenhut Echinacea oder auch Igelkopf-Sonnenhut


Ähnlich beliebt bei unseren heimischen Insekten ist ein anderer,

sehr ähnlich aussehender Korbblütler - das Sonnenauge.


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