Backzubehör-Tipps

Diverses Backzubehör von K.D. Michaelis

Backen macht nur wirklich Spaß, wenn man das richtige Werkzeug dafür hat. Deshalb habe ich meine langjährige Erfahrung mit den verschiedenen,

mal mehr oder auch mal weniger praktischen Backhelfern von A - Z

für Euch zusammengefasst. Diese sollen Euch einige Tipps geben sollen, um Fehl- oder Mehrfachkäufe zu vermeiden. Denn nicht alles, was so im Handel angeboten wird, ist auch wirklich praktisch. Zugleich findet Ihr hier auch die Links, wo es das entsprechende Backzubehör zu kaufen gibt.

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alle Bilder: © K.D. Michaelis

Apfelausstecher / Apfelentkerner / Apfelküchli-Backbleche

Apfelausstecher, Apfelentkerner, Birnenausstecher von K.D. Michaelis

Für einige Rezepte, wie z.B. Apfelkücherl oder Bratäpfel, gibt es ebenfalls sehr praktische Helfer. Mit dem Apfelausstecher lässt sich das Kerngehäuse des Apfels herausholen, ohne dass man den Apfel zerteilen muss. Da dies etwas Kraft erfordert, ist ein Apfelentkerner mit einem stabilen, gezahnten Edelstahl-Ende notwendig. Die einfacheren Modelle besitzen einem ergonomisch geformten Holzgriff, haben aber den Nachteil, dass man damit meist mehrfach stechen muss, um wirklich das ganze Kerngehäuse des Apfels oder der Birne zu erwischen. Das Gehäuse aus der großteils offenen Klinge wieder zu entfernen ist nicht ganz einfach und geht am besten mit einem Messer. Zudem sind diese einfacheren Entkerner meist nicht spülmaschinenfest. Deutlich komfortabler ist ein Apfelentkerner, der nicht nur einen deutlich größeren Durchmesser der Klinge besitzt, sondern zusätzlich auch noch über eine Auswurffunktion am Griff verfügt. Allerdings kommt es natürlich darauf an, wie häufig man diesen praktischen Backhelfer dann tatsächlich verwendet.

 

Von Apfelkücherl-Blechen, die ähnlich wie Muffin-Bleche aussehen, halte ich gar nichts. Äpfel sind nunmal ein Naturprodukt und nicht alle gleich groß. Die Apfelringe erst zuschneiden zu müssen, damit sie in die Form passen, ist einfach unsinnig, genauso wie den Teig lediglich darüber zu gießen. Natürlich spart man so Fett, allerdings ist die herkömmliche Methode, die Apfelküchlein in einer beschichteten Pfanne im schwimmenden Fett auszubacken, sehr viel einfacher. Legt man die fertigen Apfelringe anschließend zwischen zwei jeweils dreilagige Küchenkrepplagen wird das ganze überflüssige Fett problemlos entfernt. In das übrige Pflanzenfett rühre ich anschließend einfach Haferflocken, gemahlene Haselnüsse/Mandeln und Rosinen und lasse es abkühlen. Fertig ist das selbstgemachte Vogelfutter - das Eure gefiederten Gartenbesucher lieben werden!

Beispiel für einen einfachen Apfelausstecher:

Beispiel für spülmaschinengeeigneten Apfelausstecher mit Klappmechanik:

Ausstechformen / Plätzchenausstecher

Plätzchenausstecher / Ausstechformen für Plätzchen, Kekse von K.D. Michaelis

Plätzchenausstecher gibt es in den verschiedensten Formen und Größen. Entscheidend ist für die meisten Käufer dabei das gewünschte Motiv. Mein Favorit Ausstechformen aus Metall. Auch wenn diese an den Nahtstellen mit der Zeit rosten können und nicht ganz so simpel zu reinigen sind, wie die Kunststoff-Ausstechformen. Eine Auswurf-Funktion ist ein lustiges, aber eigentlich unnötiges Feature.
Die Kanten der sehr günstigen Kunststofformen sind oftmals nicht exakt gearbeitet, wodurch sich die Plätzchen schlechter ausstechen lassen. Bei den hochwertigeren Kunststoff-Ausstechern ist dies zwar besser, aber sie sind natürlich trotzdem nicht so langlebig, wie die Metallausstecher.

Beispiel für Plätzchenausstecher aus Metall:

Backbrett

Ich bevorzuge Backbretter, die seitlich keinen hochgezogenen Rand haben, da dieser beim Ausrollen des Teiges mit dem Nudelholz oftmals stört. Praktisch hingegen ist jedoch ein Backbrett mit Anschlag, damit sich das Brett nicht verschieben kann. Es gibt sie in verschiedenen Größen.
Beispiel für ein größeres Backbrett mit Anschlag ohne Seitenränder:

Backformen für Kuchen und Torten

Backformen Kuchen Torten von K.D. Michaelis

Die Grundausstattung an Backformen besteht aus einer Springform mit 26 cm Durchmesser (mit einem flachen und einem gewölbten Boden), einer Tortenbodenform (für Obstkuchen) und einer Kastenform (Königskuchenform), die mindestens 25 cm Länge sollte. Diese bestehen in der Regel aus Blech. Zwar gibt es auch leicht zu reinigende Silikonbackformen - natürlich in besonders schönen Formen, da dieses Material bedeutend einfacher zu formen ist. Allerdings verändern sich durch dieses andere Material auch die Backzeiten, weshalb man nicht einfach Rezepte aus eigenen Backrezepten übernehmen kann und somit gezwungen ist, zu experimentieren. Dafür muss man diese meist nicht einmal einfetten, worauf man auch bei antihaftbeschichteten Backformen aus Blech in der Regel nicht verzichten kann.

Beispiel für ein Basis-Backformen-Set aus Blech:

  • Einen Link für ganz besondere Silikon-Backformen nebst Rezept gibt es hier - auf meiner Seite: Backrezept ü/18

Backpinsel

Backpinsel aus Silikon von K.D. Michaelis

Bei den Backpinseln gibt es ebenfalls solche aus Holz mit Naturborsten und Metallfixierung oder aus Silikon und Kunststoff. Mein Tipp: die Silikonbackpinsel. Diese funktionieren sehr gut, rosten nicht und lassen sich leicht reinigen. Holz-Backpinsel haben den Nachteil, dass sich mit der Zeit Naturborsten ablösen oder abbrechen, die dann auf dem Gebäck landen. Außerdem rostet die Metallfixierung mit der Zeit und die Borsten lassen sich nicht so einfach und schnell wieder vom Fett befreien. Eine Aufhängeöse ist ebenfalls praktisch, wenn man den Pinsel stets griffbereit aufhängen möchte.
Beispiel für einen spülmaschinengeeigneten Silikon-Backpinsel ohne Metall:

Alternativ: Silikon-Teigschaber-Set mit Backpinsel:

Wie man einen Silikon-Backpinsel auch für sinnliche Genüsse einsetzen kann, zeige ich Euch hier:

 

Gemüseraspel / Gemüsereibe / Gemüsehobel / Trommelreibe

Gemüsereibe, Trommelreibe, Universalreibe für Gemüse, Schokolade, Nüsse etc. von K.D. Michaelis

Für wirklich saftige Kuchen mit Möhren oder Zucchini, die zum Glück gar nicht gesund, sondern einfach nur sehr lecker schmecken, braucht man eine Gemüsereibe. Die einfachsten sind aus Blech, wobei sowohl bei den flachen, als auch bei den Vierkantreiben schon Verletzungsgefahr besteht, da die Finger mit der Reibe in Kontakt kommen können. Die Modelle mit Restehalter sind sicherer, aber nicht besonders komfortabel und für kleines Gemüse nicht wirklich geeignet. Einen Auffangbehälter für das geriebene Gemüse brauche ich nicht, da ich dieses immer gleich in den Teig gebe. Dieser muss nur zusätzlich gespült werden und braucht zudem Platz im Schrank. Angenehmer zu bedienen (weil kein Druck benötigt wird) und sehr sicher finde ich Trommelreiben, die mit einer Kurbel bewegt werden. Diese haben jedoch einen unterschiedlich breiten und hohen Einfüllschacht, so dass Möhren oder Zucchini erst in etwas kleinere Stücke geschnitten werden müssen. Allerdings ist die manchmal auch bei den anderen Reiben notwendig, weil das Gemüse ansonsten schon einmal abbrechen kann, wobei man sich dann erst recht verletzten kann. Elektrisch betriebene Raspeln halte ich für weniger geeignet, da hier das Gemüse gerne einmal schnell zu kleingerieben wird, wodurch der Teig zu flüssig werden kann und außerdem Geschmack verlorengehen kann.

Beispiel für eine Trommelreibe mit Kurbel:

Beispiel für einen Universalzerkleinerer mit Seilzug und Fun-Faktor, der auch Nüsse oder Schokolade schafft und in dem man auch Pestos mischen kann:

Handmixer elektrisch

Quirle elektrischer Handmixer im Vergleich, Knethaken, Quirl von K.D. Michaelis

Das Wichtigste bei einem elektrischen Handmixer sind für die meisten Käufer die Quirle. Leider sparen hier die meisten Hersteller am Material. Das heißt die Quirl-Einsätze sind eigentlich nur dünne Drähte. Da diese jedoch ständig mit der Rührschüssel in Berührung kommen, wetzen sich diese dünnen Quirle im Laufe der Zeit wirklich durch und brechen. Deshalb hier beim Kauf auf wirklich dicke Edelstahl-Quirle achten.
Die Wattzahl spielt eine eher untergeordnete Rolle, es sei denn Ihr möchtet kiloweise, schweren Brotteig kneten. Bei den Knethaken sind die Qualitätsunterschiede bei weitem nicht so groß.
Beispiel für einen Handmixer mit dicken Quirlen:

Keksdosen / Plätzchendosen

Keksdosen Plätzchendosen Gebäckdosen von K.D. Michaelis

Plätzchen und Kekse werden auf Vorrat gebacken und sind - je nach Sorte - fast immer problemlos 2 - 3 Wochen lagerfähig. So sind Lebkuchen beispielsweise direkt nach dem Backen ziemlich hart und eignen sich erst nach einigen Tagen Lagerung, bei der sie Luftfeuchtigkeit tanken können, zum Genießen. Vorausgesetzt - man packt sie in Blechdosen mit Deckel. Keksdosen gibt es in den verschiedensten Formen und Größen. Auch wenn die meisten angebotenen Plätzchendosen rund sind, verwende ich lieber eckige Varianten, da sich die kleinen Gebäckteile darin besser übereinanderstapeln lassen. Außerdem sind viele Gebäckdosen viel zu hoch, da man selten Unmengen der gleichen Sorte Plätzchen backt und so eigentlich eher mehrere, aber dafür nicht so hohe Dosen benötigt, um jede Plätzchensorte einzeln lagern zu können. Da diese meist nicht das ganze Jahr im Einsatz sind, sparen ineinander stapelbare Sets Stauraum und meist auch Geld.

Beispiel für ein platzsparendes, eckiges, 5-teiliges Gebäckdosen-Set:

Keksstempel / Plätzchenstempel

Keksstempel, Plätzchenstempel, Gebäckstempel von K.D. Michaelis

Klassische Keksstempel haben normalerweise einen ergonomisch geformten Holzgriff und entweder einen festen Silikonaufsatz mit dem der Teig gestempelt wird oder verschiedene, austauschbare Aufsätze. Ich würde jedoch empfehlen ein Set zu kaufen, bei dem der passende Ausstecher gleich dabei ist. Anderenfalls muss man sich mit einem evtl. bereits vorhandenen runden Ausstecher behelfen, der aber nicht immer unbedingt den richtigen Durchmesser besitzt,  so dass der mehr oder weniger witzige Spruch auch wirklich ganz erhalten bleibt. Gerne wird auch empfohlen, dann doch einfach ein Glas zum Ausstechen zu benutzen. Aber zum einen stellt sich auch hier wieder die Frage, ob ein passender Glasdurchmesser im Schrank vorhanden ist und je nach Konsistenz des Teiges kann der Teigkreis dann auch schon mal gerne im Glas kleben bleiben und da man von der anderen Seite nicht dagegendrücken kann, ist das Teigstück ruiniert. Davon abgesehen, dass Glasränder - im Gegensatz zu Ausstechern - nunmal nicht scharfkantig sind, da man daraus ja schließlich trinken können muss.

Oft werden diese Plätzchenstempel auch für Spekulatius empfohlen. Dem würde ich mich nicht anschließen. Die weiter unten zu findenden Spekulatius-Silikon-Backformen haben den Vorteil, dass man die fertigen Kekse nicht mehr ausstechen muss, da sie durch das Hineindrücken des Teiges in die Form bereits das richtige Format bekommen und einfach so gebacken werden - ganz ohne Ausstechen oder einzelnem Transport vom Backbrett auf das Backblech, wobei auch gerne mal der Teig reißt oder herunterfällt. Außerdem sollten Spekulatius recht dünn sein, auch dies funktioniert automatisch bei den Silikon-Backformen. Beim Auswellen des Teiges mit einem Nudelholz ist dies nicht unbedingt gleichmäßig gewährleistet.

Beispiel für ein Keksstempel-Set mit 4 Motiven und Ausstechring:

Muffin-Backform

Muffinbackform Backform für Muffins und Cupcakes  von K.D. Michaelis

Eine gute Wahl sind Muffinformen aus Blech, da sie stabiler sind wie die Silikonformen und auch nicht deren Nachteil der zu ändernden Backzeiten aufweisen. Außerdem kann man sie notfalls auch gleich zum Transportieren verwenden. Sie haben in der Regel Platz für 12 normal große Muffins. Es gibt aber auch Mini- oder XXL-Formate. Zwar werben einige Muffinbleche damit, eine Antihaftbeschichtung zu besitzen, darauf verlassen würde ich mich jedoch nicht unbedingt, da dies vor allem von der Konsistenz des verwendeten Teiges abhängig ist. Das Einfetten der Form kann man sich trotzdem sparen, wenn man Muffin-Papierförmchen zum Backen verwendet, die zudem auch beim Servieren sehr dekorativ aussehen. Von den wiederverwendbaren Silikon-Backförmchen halte ich persönlich nicht so viel, da sie nicht besonders schnell zu reinigen sind und man zudem ein normales Backblech darunter benötigt. Auch beim späteren Verzehr sind die Papierförmchen einfach deutlich angenehmer in der Handhabung.

Beispiel für eine Muffinform mit 12 Muffins:

Nudelholz / Teigroller

Nudelholz, Teigroller von K.D. Michaelis

Teigroller gibt es aus Holz oder Kunststoff. Ich arbeite deutlich lieber mit einem richtigen Nudelholz, das - wie der Name schon verrät - aus Holz gefertigt ist. Eine Metallachse sorgt für ruckelfreies Rollen. Eine (sicherlich nicht jahrelang haltende) Antihaftbeschichtung braucht der Teigroller m.E. nach nicht. Entweder arbeitet man mit ein wenig Mehl oder man packt besonders klebrigen Teig, wie beispielsweise den von Lebkuchen, einfach zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie.
Angenehmer in der Handhabung sind die Teigroller, die geschwungene Handgriffe haben und nicht einfach nur gerade sind.
Mit ein bisschen warmem Wasser und Spülmittel ist das Nudelholz schnell wieder gereinigt. Langes Einweichen schadet ihm jedoch eher und in die Spülmaschine sollte es natürlich auch nicht.
Beispiel für ein Nudelholz mit Metallachse:

Papier-Backförmchen / Pralinen-Förmchen

Papierbackförmchen Muffin-Backförmchen aus Papier, Pralinenförmchen von K.D. Michaelis

Papierbackförmchen werden meist zur Herstellung von Muffins oder Cupcakes verwendet, weshalb sie auch als Muffin-Backförmchen bezeichnet werden. Dies hat den Vorteil, dass die Muffin-Backform aus Blech sauber bleibt und sich der fertige Muffin problemlos aus der Form lösen lässt. Außerdem werden die fertigen Kleingebäcke auch gleich noch in diesen Förmchen hübsch bunt und ansprechend serviert. So lassen sich so auch leicht genießen, wobei die Finger fast sauber bleiben. Papier-Backförmchen sind in aller Regel hitzebeständig und vertragen meist eine Höchsttemperatur von maximal 220 Grad, die für Muffins normalerweise gar nicht benötigt wird. Allerdings gibt es leider auch Hersteller, die keine Angaben zur Backfestigkeit des Materials bzw. für eine maximale Temperatur angeben. Von den wiederverwendbaren Silikon-Backformen für Muffins bin ich nicht begeistert, da diese eher aufwändig zu reinigen sind und auch beim Servieren bzw. Essen nicht so angenehm handhabbar sind, wie die Papierförmchen.

Bei den Pralinen-Förmchen ist die Sache etwas anders. Da Pralinen in der Regel nicht gebacken werden, sind diese meist auch nicht zum Backen gedacht. Wenn dies möglich ist, ist dies explizit auf der Umverpackung vermerkt - das ist allerdings die Ausnahme. Fehlt dieser Vermerk, sollten diese nicht im Backofen landen!

Beispiel für Großpackung Muffin-Papierbackförmchen:

Reibe, fein

Zitronenreibe, Käsereibe, Reibe von K.D. Michaelis

Für viele Rezepte wird Zitronen- oder Orangenschalenabrieb benötigt, wofür eine feine Reibe unverlässlich ist. Diese gibt es in Stabform oder rechteckig. Beim gewählten Design sollte man sich davon leiten lassen, ob man beispielsweise auch breitere Käsestücke damit hobeln will oder Blockschokolade. Was die mit warmen Wasser abgewaschenen und trockengetupften Bio-Zitrusfrüchte anbelangt, unbedingt darauf achten, dass nur die äußere Schale und nicht die darunterliegende weiße Schicht abgerieben wird. Diese schmeckt bitter. Ein möglichst feiner Abrieb wirkt sich positiv auf das Gebäck aus.

Beispiel für eine spülmaschinenfeste Stab-Reibe:

Beispiel für eine breitere, spülmaschinenfeste Reibe:

Rührschüsseln

Rührschüsseln, Backschüsseln, Schüsseln, Backzubehör  von K.D. Michaelis

Ich arbeite lieber mit Rührschüsseln aus Kunststoff, denn mit solchen aus Edelstahl. Denn selbst mit Anti-Fingerprint sind diese etwas aufwändiger zu reinigen, außerdem verkratzen sie relativ schnell und haben meist auch keinen Gummiring am Boden für festen Stand. Dieser ist jedoch äußerst wichtig. Auch ein Haltegriff fehlt oft, genauso wie eine spezielle Riffelung dort, die praktisch ist, um daran Eier aufzuschlagen. Zudem ist der Geräuschpegel beim Arbeiten mit dem Schneebesen oder den Quirlen des elektrischen Handmixers einfach lauter. Vom höheren Preis einmal abgesehen. Mit einer einzigen Rührschüssel kommt man in der Regel nicht aus, zwei sollten es schon sein. Z.B. eine für den benötigten Eischnee und eine weitere für den eigentlichen Teig. Die größere sollte 3,0 bis 3,5 l fassen. Auf einen Spritzschutzdeckel kann ich persönlich problemlos verzichten, aber natürlich gibt es auch solche Sets.

Beispiel für ein Rührschüssel-Set aus Kunststoff:

Schmelztopf / Glasurtopf / Wasserbad-Schmelzschale

Schmelztopf, Glasurtopf, Wasserbad-Schmelzschale von K.D. Michaelis

Ein Schmelztopf dient zum Verflüssigen von Schokolade über einem Wasserbad. Dieser hat normalerweise zwei Ausgießer, damit er sich für Rechts- und Linkshänder eignet. Auch sollte der Griff nicht zu kurz gewählt werden. Es gibt zwar mittlerweile auch fertige Schokoladenglasur im Plastiktöpfchen, die man ohne zusätzliches Gefäß in der Mikrowelle erwärmen kann. Allerdings nur bei ganz geringer Wattzahl (Auftaustufe) und in kurzen Zeitabständen (von etwa 1 Minute). Trotzdem kann es dabei passieren, dass sich in der Mitte der Schokoglasur, die am heißesten wird, ein 'verbrannter' Klumpen bildet, wenn die Temperatur zu heiß wird, was von der Mindestwattzahl des eigenen Gerätes abhängt und sich manchmal auch durch Umrühren und häufige kurze Erwärm-Intervalle nicht verhindern lässt.

Beispiel für einen spülmaschinengeeigneten Edelstahl-Schmelztopf:

Siebe für Mehl und Puderzucker / Mehlsieb

Puderzuckersieb, Sieb für Puderzucker, Backsieb, sieben  von K.D. Michaelis

Handelsübliche Mehle müssen nicht unbedingt gesiebt werden, das hängt vom Teig ab. Je niedriger die Typenbezeichnung des Mehls ist (z.B. 405), um so feiner ist das Mehl. Wer aber beispielsweise einen Strudelteig herstellen will, der sehr dünn ausgezogen wird, sollte nicht nur spezielles, besonders feines Mehl (doppelgriffiges Mehl, Wiener Griessler oder Instantmehl) dafür verwenden, sondern dieses unbedingt zusätzlich vor dem Verarbeiten durchsieben. Bei kleineren Mengen eignet sich dafür ein so genanntes Mehlsieb. Eine längere Handhabung kann schon mal auf die Unterarme gehen ;-). Beim Griff darauf achten, dass er groß genug ist und die Kanten abgerundet sind bzw. er sich leichtgängig bedienen lässt.

Um Kuchen oder Plätzchen mit feinem Puderzucker zu verieren, benutze ich lieber ein ganz einfaches, kleines, aber feines Sieb aus Kunststoff und einen Kaffeelöffel zum Durchdrücken. Da man damit die gewünschte Menge genauer dosieren und beispielsweise auch den schrägen Rand eines Kuchens besser bestäuben kann. Es gibt diese Siebe aber natürlich auch aus Metall.

Beispiel für ein Einhand-Mehlsieb:

Spekulatius-Silikon-Backform

Spekulatiusbackformen aus Silikon, Silikonbackformen Spekulatius, Springerle von K.D. Michaelis

Formen für Spekulatius oder Springerle gibt es sowohl aus Holz, so genannte Holz-Model, als auch aus Silikon. Bei den Holzformen gibt es eine Art Nudelholz zum Rollen oder eckige Motiv-Blöcke. Diese können nur zum Formen verwendet werden und die Spekulatius müssen dann noch zugeschnitten werden. Eindeutig einfacher in der Handhabung und Reinigung sind die modernen Silikon-Formen. Da sie temperaturbeständig sind (meist bis ca. 240°C) können die Spekulatius in ihnen auch gebacken werden. Ein Bestäuben mit Mehl ist nicht notwendig, wodurch das fertige Gebäck seine gleichmäßig schöne Farbe behält.

Beispiel für Holz-Springerle-Form:

 Beispiel für Silikon-Spekulatiusformen:

Teigschaber

Teigschaber von K.D. Michaelis

Teigschaber ohne Holzgriff lassen sich leichter reinigen und verschmutzen nicht so schnell. Wichtig ist der vorne flexible Spatel - am besten nicht nur gerundet, sondern auf einer Seite mit einer Spitze versehen. Ein Metallkern sorgt für lange Haltbarkeit. Ergonomisch gestaltete Griffe liegen deutlich besser in der Hand, wie die ebenfalls erhältlichen Drahtgriffe.
Beispiel für ein praktisches, spülmaschinenfestes Silikon-Teigschaber-Set mit Backpinsel:

Tortenpalette / Streichmesser / Streichpalette / Glasurmesser

Tortenpalette, Streichmesser, Streichpalette, Glasurpalette von K.D. Michaelis

Streichpaletten gibt es gerade oder in abgewinkelter Form. Mit Winkelpaletten lassen sich Torten deutlich einfacher glattstreichen. Wer diese hauptsächlich benutzen will, um Oberflächen glattzustreichen, ist mit einer Tortenpalette aus Metall gut beraten. Der Griff sollte jedoch besser aus rutschfestem Kunststoff sein und nicht aus Metall, das deutlich glatter und meist auch nicht ergonomisch geformt ist. Wer die Palette beispielsweise auch zum Abnehmen heißer Plätzchen vom Backblech oder zum Wenden und Zusammenklappen von Crêpes in einer antihaftbeschichteten Pfanne benutzen will, dürfte mit einer günstigeren Tortenpalette komplett aus Kunststoff unter Umständen besser bedient sein. Auch mit ihr lassen sich Glasuren oder Sahne gut glattstreichen, allerdings nicht ganz so exakt, wie bei den Paletten, deren Vorderteil aus Metall ist. Wichtig ist die Länge der eigentlichen Palette (ohne Griff). Torten haben meist einen Durchmesser von 26 cm, weshalb sich diese mit einer zu kurzen Palette nicht wirklich gut glattstreichen lassen.
Beispiel für eine große, spülmaschinengeeignete Winkelpalette mit Edelstahlstreichplatte:

Beispiel für eine große, Kunststoff-Winkelpalette:

Torten-/Kuchen-Transportbox, Tortenbutler

Kuchenbox, Tortentransportbox, Transportbox für Kuchen, Torten  von K.D. Michaelis

Wer einen Tortenbutler nicht nur zum Servieren, sondern auch zum Transportieren benutzen will, sollte auf einen ausreichend großen Griff und einen sicheren Verschluß achten. Da viele Torten Sahne beinhalten, sind Transportboxen, in die auch Kühlakkus integriert werden können, recht praktisch. Nicht nur im Sommer, denn auch auf einem Kuchenbüffet in Innenräumen wird es mit der Zeit recht warm.

Man unterschätzt die Höhe eines Kuchens oder einer fertigen Torte mit Füllung und Deko gerne einmal. Deshalb sollte die Höhe des Deckels so groß als möglich gewählt werden. Auch wenn es nicht unbedingt der Ferrari unter den Tortenboxen sein muss, wie die Tupperware Torten-Transportbox, die mir schon seit Jahrzehnten hervorragende Dienste leistet und in die bislang noch jede Torte gepasst hat, die ich jemals fabriziert habe. Sie hat mehr als 35 cm Durchmesser und eine Höhe von ca. 17 cm. Zum Vergleich habe ich meine große Rosenform hineingestellt, denn auch bei Kuchen kann es passieren, dass dieser höher wird, wie die eigentliche Form.

Für die flacheren Blechkuchen oder Plätzchen verwende ich eine niedrigere, eckige Transportbox. In diese passen auch zwei Lagen Kuchen übereinander, die ich mittels Backpapier dazwischen trenne.

Es gibt mittlerweile aber auch schon Backbleche mit passender Transporthaube. Diese sind nicht ganz so tief wie ein normales Backblech. Bei der Breite muss man natürlich vorher sicherstellen, dass der eigene Backofen breit genug dafür ist. Dann aber erspart einem diese Kombi-Lösung das Vorschneiden des Kuchens und Stapeln, wodurch er saftiger und unbeschädigt bleibt. Man muss nur unbedingt warten, bis das Blech auch wirklich kalt ist.

Beispiel für eine hohe Tortentransportbox:

Beispiel für eine Kuchentransportbox für niedrigere Blechkuchen:

Waage

Digital-Waage, Küchenwaage, Briefwaage digital von K.D. Michaelis

Am praktischsten sind moderne Digitalwaagen, die auf das Gramm genau wiegen, was gerade bei Kleingebäck nicht unwichtig ist. Auch ein großer Vorteil ist deren Tara-Funktion, wodurch die Waage auf Null zurückspringt und man einfach weitere Zutaten hinzuwiegen kann, ohne selbst rechnen zu müssen. Das Maximalgewicht liegt meist bei 5 kg. Einige Modelle verfügen auch über verschiedene Maßeinheiten, wie Unzen, Pfund, g und ml. Allerdings erfordert dies natürlich auch ein entsprechendes Bedienen bzw. Umschalten der Modi. Eine automatische Abschalt-Funktion spart Batterie. Die meist recht großen LCD-Displays lassen sich gut ablesen. Ob man die etwas höheren Waagen mit Edelstahlplatte bevorzugt, oder lieber eine flache Glaswaage benutzt, ist Geschmackssache. Letztere ist etwas leichter zu reinigen, dafür aber bruch- und kratzerempfindlicher und braucht natürlich etwas weniger Stauraum.

Beispiel für eine Digitalwaage mit Tara-Funktion: