eBook's zum Preis eines Brötchens - das ist verrückt!

Ihr tötet das, was Ihr angeblich liebt!

Stoppt den Wahnsinn endlich - Ihr habt die Macht dazu - allerdings nur, wenn wir uns alle einig sind!

  • Ein einzelnes Dinkelbrötchen kostet bei meinem Bäcker inzwischen 95 Cent (Stand 12/2019).
  • Ein eBook gibt es für 99 Cent?!
  • Ein Brötchen macht ohne zusätzlichen Belag noch nicht einmal satt, geschweige denn gute Laune.
  • Ein eBook unterhält stundenlang oder sogar eine ganze Reihe von Abenden lang…

Ich frage mich allen Ernstes, was das soll, so inflationär mit dem eigenen Gedankengut und der eigenen Arbeit umzugehen, indem man sein eBook zu diesem Betrag anbietet.

Ist es nicht vielmehr so, dass etwas, das so gut wie nichts kostet, auch nichts wert ist - in den Augen des ‚Käufers'. Wobei alleine der Ausdruck eigentlich ja schon fast falsch ist. Man müsste eher schon vom Beschenkten sprechen.

eBooks / Bücher verramschen

Wir haben uns schon so an das geflügelte Wort‚
'das man vom Schreiben nicht leben kann'

gewöhnt, dass dies ganz selbstverständlich zu sein scheint. Nur weil wir dies aus Leidenschaft bzw. Passion oder aus Liebe zum Schreiben tun, sollten wir uns nicht damit abfinden, dass unsere Arbeit (denn das ist Schreiben nun einmal auch) verramscht wird. Selbst Google bietet einem bei der Suche nach ‚verramschen‘ schon als 2. Eintrag die Kombination mit Buchhandel an. Merkwürdig nicht!?

Verramschen Buchhandel - Screenshot von K.D. Michaelis

Was wäre ein normaler Stundensatz und wie kalkuliert man ihn?

Wie man normalerweise einen vernünftigen Stundensatz kalkulieren sollte, dazu findet Ihr einige wirklich hilfreiche Tipps und eine gut nachvollziehbare Anleitung auf der Jimdo-Webseite. Dort gibt es auch einen Link zum Fachverband Freier Werbetexter e.V., bei dem es um den Honorarsatz eines freiberuflichen Texters geht, der demnach im Durchschnitt*) bei 90 Euro PRO STUNDE liegt!
*)Mit speziellen Fachkenntnissen oder in beratender Funktion auch noch um einiges darüber. Arbeitet dieser für gemeinnützige Vereine oder Einzelunternehmer liegt er auch mal darunter.

Das klingt erstmal viel, dabei muss man jedoch berücksichtigen, dass ein Freiberufler davon natürlich auch seine Betriebsausgaben selbst tragen muss - also z.B. die Raummiete inkl. Heizung und Strom, Bürobedarf, Maschinen und technische Geräte inkl. Verbrauchsmaterial, Telefon, Internetanschluss sowie die Kosten für Software-Lizenzen, Webseite und Domain, Reisen, Werbung und Buchführung.
Außerdem fallen nicht unbeträchtlich viele Arbeitsstunden an, die keinem Kunden in Rechnung gestellt werden können, wie beispielsweise die Neukundengewinnung, die Pflege bestehender Kunden, EDV-Arbeiten (wie Datensicherungen, Treiber- und Betriebssystem-Updates), tägliche Pflege der Social Media Accounts, Gestalten von Werbemitteln (wie Flyern, Anzeigen), Vorbereitung der Buchungsbelege und ggfs. auch Durchführung der Buchführung, etc. und selbstverständlich muss ein Freiberufler auch Einkommens- und Umsatzsteuer, Sozialversicherungen bzw. Beiträge zu Berufsverbänden, Versicherungsbeiträge (Abmahnschutz-, Rechtsschutz- oder Haftpflicht) und auch ggfs. Anwaltshonorare bezahlen. Private Altersvorsorge und die Vorsorge für den Krankheitsfall sind ebenfalls nicht umsonst.


Auf der Jimdo-Seite finden sich noch mehr Honorar- und Tarifrichtlinien, wie z.B. vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV) - unterteilt nach den unterschiedlichen Medien, für die man als Journalist so tätig sein kann.

Normalerweise sollte ein Buchautor zumindest einen ähnlichen Stundenlohn erzielen können oder müssen, um auch nur annährend einen reellen Gegenwert für seine Arbeit zu erhalten.
Davon sind wir nicht nur himmelweit, sondern eher schon ganze Galaxien weit entfernt!


Mythen rund um die Arbeit eines Autors

Das Produkt Buch muss wieder einen angemessenen Wert bekommen

Im Laufe einer solchen Preisdiskussion für eBooks und Bücher höre ich - immer mal wieder - gerne einen der folgenden Sätze. Manchmal im Scherz, manchmal ist die Aussage aber auch ernstgemeint:

  1. Was willst Du denn eigentlich, Du kannst den Preis für Deine Bücher und eBooks doch selbst festlegen!
  2. Biete es doch einfach einem Verlag an, dann verdienst Du mehr an Deinem Buch!
  3. Qualität setzt sich immer durch auf dem Markt. Wenn Du Millionen Bücher verkaufst, dann reicht auch ein Verdienst von ein paar Cent pro Buch ganz locker zum Leben!
  1. Ja - das stimmt. Beim Selfpublishing kann der Autor den Verkaufspreis des Buches/eBooks selbst festlegen. Aber leider nur im Rahmen der marktüblichen Preise. Welche im Augenblick lächerlich niedrig sind. Weshalb es so immens wichtig ist, dass künftig - im besten Falle - KEIN Autor/Autorin sein/ihr Werk mehr zu Schleuderpreisen auf den Markt wirft.
      
    Außerdem ist es gerade beim Selfpublishing im Druck-on-Demand-Verfahren natürlich auch noch so, dass die Druckkosten für das einzelne Buch erheblich teurer sind, als für ein ‚normales‘ Buch mit einer Mindestauflage von einigen Hundert oder Tausend Stück. Vom festgelegten Verkaufspreis werden jedoch nicht nur die Druckkosten abgezogen. Normalerweise fällt auch zumindest noch eine Art Einrichtungsgebühr pro Buch an und natürlich gehen auch die Versandkosten noch zu Lasten des Autors, wenn er einige seiner Bücher bestellt, um sie z.B. bei Lesungen selbst vermarkten zu können.
      
    Unabhängig von der Gesamtzahl an Autoren, die unbestritten hoch ist, sollte deren Arbeit entsprechend honoriert und wertgeschätzt werden - so wie dies auch für jede andere Berufsgruppe gilt bzw. gelten sollte. Denn ansonsten bleiben irgendwann nur noch die Schreiber übrig, die nur zum Spaß irgendetwas zu Papier bringen, bei dem es denn auch egal ist, ob dieses Erzeugnis qualitativ hochwertig ist oder nicht.
    Im Moment bestrafen sich all diejenigen Autoren selbst, die eine ausgiebige Recherche zu einem Thema durchführen und sich viel Mühe mit dem Schreiben, dem Lektorieren und dem Gestalten ihres Werkes geben, weil sie dafür so gut wie Nichts bekommen.
       
    Es kann also auf die Dauer auch für den Buchkäufer nicht von Vorteil sein, wenn er mit seinen Billigkäufen dafür sorgt, dass nicht einmal der größte Idealist mehr Lust hat, ein Buch zu schreiben.
      
  2. Wer sich einmal genauer auf dem Verlags-Markt umgesehen hat, der wird feststellen, dass es - je nach Genre - meist nur ein Dutzend großer Verlagshäuser gibt, denen man sein Werk überhaupt anbieten kann. Denn zum einen verlegt nicht jeder Verlag jedes Genre und zum anderen bestehen viele, kleine Verlage eigentlich nur noch auf dem Papier, weil sie inzwischen längst von einem der großen Verlagshäuser aufgekauft wurden. Da können dann schon mal 6 Exposés Eures Buches auf ein und demselben Lektoren-Schreibtisch landen.
       
    Verlage unterscheiden zudem nicht nur nach Genres, sondern auch gerne mal nach Zielgruppen (wie z.B. Kinder- und Jugendliteratur, Belletristik, etc.). Schreibt Ihr - so wie ich – erotische Geschichten, werdet Ihr superschnell feststellen, dass sich von den großen Verlagen eigentlich gar keiner traut, dies mit in sein Programm aufzunehmen. Wenn dann nur in der „netten bzw. harmlosen“ Variante mit BDSM für Hausfrauen, bei der ein Thema dann gerne mal bis zur Unkenntlichkeit heruntergebrochen wird und mit der Realität überhaupt nichts mehr zu tun hat. Was bei 50 unterschiedlichen Grauschattierungen vermutlich ganz automatisch passiert!
      
    Teure Werbekampagnen, die viele potentielle Leser erreichen können, veranstalten Verlage in aller Regel auch nur für ihre absoluten Bestseller-Autoren. Selbst wenn Ihr also schon so viel Glück hattet, dass Euer Buch von einem Verlagshaus angenommen wurde, heißt das noch lange nicht, dass dieser auch Werbung dafür machen wird. Aber zumindest könnte es dann passieren, dass Ihr es in der Auslage des Buchladens oder zumindest irgendwo in dessen Regalen finden könntet.
      

  3. Bei der Vielzahl der jedes Jahr neu erscheinenden Bücher und der Millionen an Konkurrenzbüchern, die in den letzten Jahrzehnten erschienen und ja normalerweise immer noch auf dem Markt erhältlich sind, hat es leider überhaupt nichts mit Qualität zu tun, ob sich ein Buch verkauft oder nicht. Das grundsätzliche Problem aller Selfpublisher ist, dass ihre Bücher eben nicht in den normalen Buchhandlungen ausliegen und sie deshalb auch keiner findet bzw. kennt. Es geht also um das fehlende Marketing.

    Kein Leser kann ein Buch kaufen, dass er nicht kennt und
    zudem noch nicht einmal zufällig im Vorbeigehen finden kann.


    Wer Bücher verkaufen möchte, müsste also eigentlich ein Marketing-Profi und kein Autor sein, über entsprechende Medien-Kontakte im ganz speziellen Themen-Umfeld des Buchprojektes verfügen und sich zudem ganztags nur damit beschäftigen wollen. Ob Ihr einen Redakteur für Euer Buch begeistern könnt, ist ganz entscheidend davon abhängig, auf welchen Bereich sich dieser spezialisiert hat. Es hilft Euch nämlich gar nichts, wenn Ihr dem Politik- und Wirtschafts-Guru die Zeit mit Eurem Kinderbuch-Vorschlag stehlt. Umgekehrt wird natürlich auch nichts so geheim gehalten, wie die E-Mail-Adressen von Redakteuren und deren Spezialgebiet. Wobei es zudem noch so ist, dass fast jede Redaktion andere Vorschriften vorgibt, was die Ausführung, Seitenanzahl und Gliederung bzw. die Infos zum Autor angeht. Worst case dürft Ihr also für jedes Manuskript, das ihr einreichen wollt, ein anderes Exposé basteln und dieses dann vielleicht auch noch ausgedruckt per Post abschicken, da die Redaktion einen E-Mail-Versand kategorisch ablehnt - ebenso natürlich, wie die Rücksendung Eures Werkes. Eine Bearbeitungszeit von 12 Wochen ist im Übrigen ganz normal und auch, dass Ihr schon Glück habt, wenn Ihr überhaupt das obligatorische Absageschreiben bekommt, denn selbst das wird gerne schon vorab ausgeschlossen.


Marketing anstatt Schleuderpreise!

Kommt Ihr also nicht aus der Medienbranche, braucht Ihr schon superviel Glück, um auch nur die Aufmerksamkeit eines Bloggers oder Redakteurs mit Euren Marketingaktivitäten zu erregen - wobei es fast egal ist, wieviel Zeit Ihr dafür aufgewendet habt. Um eine wirklich nennenswerte Reichweite zu erzielen, dürften Euch nicht nur die zeitlichen, sondern damit vermutlich auch die finanziellen Mittel fehlen.

 

Denn schließlich muss man es sich leisten können, seine Zeit mit Marketing zu verbringen und eben nicht an einem neuen Buch zu arbeiten. Andererseits verkauft man das neue Buch ohne Marketing erst gar nicht…

 

Weshalb es so wichtig wäre, die finanzielle und zeitliche Unterstützung eines Verlages, von Buch-Bloggern oder auch von Buchhändlern beim Marketing zu besitzen - in Kombination mit einem fairen Honorar-Anteil an den eigenen Buchverkäufen! Leider benachteiligt das augenblickliche System Autoren über Gebühr – im Vergleich zu dem Anteil der Verlage und dem des Handels am Verkaufspreis eines jeden Buches.

Andererseits macht es aber auch keinen Sinn, selbst völlig unsinnig niedrige Verkaufspreise festzulegen.

 

Durch Schleuderpreise verkauft man nicht mehr Bücher, sondern nur durch richtiges Marketing!

 

Wie Bloggern/Bloggerinnen an ein kostenloses Rezensionsexemplar eines meiner Bücher kommen bzw. wie Buchhändler kostenlose Ansichts- und Leseexemplare bei vollem Remissionsrecht erhalten können, dazu gibt es alles Wissenswerte auf meiner Seite Blogger/Buchhandel.


Welche Marketing-Maßnahmen sorgen für höhere Buchverkäufe?

Nur solche, die Euren Bekanntheitsgrad in der breiten Öffentlichkeit wirklich verbessern.

  • Das können regelmäßige Posts auf verschiedenen Social-Media-Kanälen (wie z.B. Facebook, Instagram oder Twitter sein). Auch eine gute Vernetzung innerhalb dieser Kanäle durch den Beitritt zu entsprechenden Gruppen für Autoren und Leser oder Buchvorstellungen gehören hierzu.
  • Eigene Accounts bei Webseiten, die sich mit Euren Hauptthemen beschäftigen. Also z.B. eine Community für Strickbegeisterte, wenn Ihr ein Strickmuster-Buch veröffentlichen wollt.
  • Eine interessant gestaltete, eigene Webseite, mit der auch Eure anderen Social-Media-Accounts und vor allem die Links zu den Buch-Bestellmöglichkeiten (wie dem verlagseigenen Buchshop oder Amazon) verknüpft sind. Die SEO-Maßnahmen dabei nicht vergessen!
  • Die Zusammenarbeit mit Buch-Bloggern und evtl. auch einzelnen Buchhändlern (z.B. in Eurer Nähe).
  • Das Anfertigen von Flyern sowie deren Verteilung an geeigneten Stellen.
  • Das Veranstalten von eigenen Lesungen - möglichst überregional.
  • Auch eine einzige, komplett kostenlos zur Verfügung gestellte Geschichte (kein ganzes Buch!), die auf entsprechenden Portalen angeboten wird, bringt meiner Erfahrung nach sehr viel mehr neue Leser und damit Reichweite und den gesuchten Bekanntheitsgrad, als sein gesamtes Werk zum Billigpreis zu verschleudern. Eben weil diese Portale - im besten Falle - sehr viele angemeldete User besitzen, die Euch und Eure Bücher bislang noch gar nicht kennen und zudem so ausgesucht werden können, dass dort auch genau Euer gesuchter Leserkreis angemeldet ist. Einen Superbilligpreis alleine findet niemand zusätzlich und die User von so genannten Lese-Apps mit ihren Test- und Flatrate-Angeboten bringen (auch auf Dauer) keinerlei Leser, die Eure Bücher auch zu einem kostendeckenden Preis kaufen würden. Außerdem haben sie extreme Streuverluste, denn hier ist der Interessentenkreis, was das Thema Eures Buches anbelangt, nicht eingrenzbar bzw. nicht gezielt ansprechbar.
  • Natürlich sind Deutsche bekanntlich Schnäppchenjäger, aber das könnt Ihr auch anders für Euch nutzen: So bietet mein Verlag (BoD) beispielsweise die Möglichkeit, die eBook-Version eines neuen Buches in der ersten (maximal 8) Wochen zu einem reduzierten Sonderpreis anzubieten. Dies nutze ich auch, aber nur in einem begrenzten Rahmen. Dann kostet das eBook z.B. während des Aktionszeitraumes, dessen Länge ebenfalls einstellbar ist, 5,99 Euro anstatt 6,99 Euro (für den Inhalt eines Taschenbuches mit über 135 Seiten).

Womit lässt sich die Autorenmarge beim Selfpublishing verbessern?

In erster Linie durch das Festlegen eines nicht zu niedrigen Verkaufspreises - sowohl für die Buch-, als auch für die eBook-Version.

  • Farbig gedruckte Seiten (egal, ob es sich dabei um eine einzige Zeile als Überschrift oder um ein ganzseitiges Farbbild handelt) sind deutlich teurer, wie schwarz-weiß bedruckte Seiten. Weshalb die Anzahl der Farbseiten auf ein absolutes Minimum beschränkt werden sollte. Denn erfahrungsgemäß könnt Ihr deshalb den Verkaufspreis nicht erhöhen, vermindert so jedoch Euren eigenen Verdient - unter Umständen - recht kräftig.
  • Verzichtet auf den eBook-Verleih der besonderen Art. Neuerdings kann man (z.B. bei BoD) ausschließen, dass die eigenen eBooks mit Hilfe so genannter ‚anderer Verleihmodelle‘ (Abo, Flatrate, Freemium) verliehen werden. In Bibliotheken kann Eurer eBook trotzdem zum regulären Preis ausgeliehen werden und natürlich kann der interessierte Kunde es auch im Onlinehandel nach wie vor kaufen, aber eben zum regulären Preis.
  • Achtet bei der Bücherbestellung für den Eigenbedarf (also z.B. für Eure Lesungen) auf die Menge. Selfpublishingverlage haben meist gestaffelte Buchpreise, die sich nach der Abnahmemenge richten. Auch wenn es verlockend klingt, als noch unbekannter Autor werdet Ihr bei Euren Lesungen meist nur eine Handvoll Bücher verkaufen, selbst wenn sich deren Verkaufspreis im Niedrigpreis-Segment (also unterhalb von 10 Euro) bewegt. Besonders dann, wenn Ihr Eintritt für Eure Lesung nehmt. Da ein günstigerer Einkaufspreis meist erst ab 25 Exemplaren angeboten wird, braucht ihr über diesen (bei etwa 5 verkauften Büchern pro Lesung) eigentlich gar nicht erst nachzudenken. Es sei denn, Ihr habt gleich mehrere davon innerhalb der nächsten Wochen schon als feste Veranstaltungen eingestellt.
    Bei den geringen Verdienstspannen sind jedoch leider auch die Versandkosten ein Thema. Denn diese richten sich nach dem Gewicht der Sendung und da kommt es je nach Buchgröße und -gewicht schon vor, dass ihr beispielsweise für 4 Bücher 3 Euro (0,75 Cent/Buch) Versandkosten, für 5 Bücher aber fast schon 7 Euro (1,40 Euro/Buch) bezahlen müsst. Also lieber noch einmal auf die vorangegangene Bestellseite zurückwechseln und die Bestellmenge anpassen, um zu sehen, ab welcher Stückzahl es anfängt, teuer zu werden.
  • Verzichtet auf das Hinzubuchen des so genannten Internationalen Vertriebes. Mit Ausnahme des Covers werden alle Buch-Innenseiten schwarz-weiß gedruckt. Da sich die im Vertrag festgelegte Autorenmarge nicht ändert, egal, wo Euer Buch gedruckt wurde, bezahlt ihr so unter Umständen teuren Farbdruck, der dann gar nicht zustande kommt. Außerdem kommt es leider nicht nur in Ausnahmefällen vor, dass auch deutsche Kunden mit minderwertigeren, internationalen Buchausgaben beliefert werden. Zudem besteht bei der Abrechnung dieser Umsätze auch noch ein generelles Fremdwährungsrisiko, das durch den variablen Umrechnungskurs in Euro ebenfalls zu Euren Ungunsten ausgehen kann. Siehe hierzu auch die genaue Erklärung dieses relativ komplexen Sachverhaltes auf meiner Seite: Internationaler Vertrieb.

Was kann der Leser tun, um Independent Autoren zu unterstützen?

  • Auch mal von selbst auf den Webseiten der Selfpublishing-Verlage (wie z.B. BoD, TwentySix oder einiger anderer) surfen, um sich über deren Angebot an Büchern zu informieren.
  • Ist ein interessantes Buch gefunden, kann man es normalerweise auf verschiedenen Wegen bestellen. Die für den Autor lukrativste Variante und für den Leser gleichzeitig die schnellste Liefermöglichkeit ist die über den verlagseigenen Buchshop. In meinem Fall also der BoD-Buchshop, weshalb ich natürlich stets das entsprechende Widget (Bestell-Link) auf der einzelnen Buchseite meiner Website integriere. Dort fallen beim Standardversand auch keine Versandkosten für den Leser an und zwar auch dann, wenn er nur ein einzelnes Buch für unter 10 Euro kauft - sprich es muss kein Bestellwert von 29 Euro erreicht werden, wie dies oft bei den Amazon-Angeboten der Fall ist. Dafür muss man sich zwar im Buchshop registrieren, aber auch nur ein einziges Mal ;-). Wer möchte, kann sich Bücher aus den Selfpublishing-Verlagen natürlich auch vom stationären Buchhändler um die Ecke bestellen und dorthin liefern lassen. Manchmal ist dies dem Händler zu viel Arbeit und man bekommt in Einzelfällen schon mal die Auskunft, dass dies nicht machbar ist. Allerdings nur deshalb, weil man es nicht möchte. In so einem Fall würde ich mir einfach überlegen, ob ich den Buchhändler meines Vertrauens nicht eventuell doch besser wechseln sollte.
  • Hat Euch ein Buch gefallen und gibt es mehr als dieses eine von dem jeweiligen Autor, dann wäre es natürlich toll, wenn Ihr Euch auch noch weitere Bücher dieses Schriftstellers kauft und sie Euren Bekannten empfehlt, aber bitte nicht an alle möglichen Bekannten verleiht, was bekanntlich nicht nur den Autor schädigt, sondern manchmal auch einen selbst, weil man die Bücher nicht immer zurückbekommt.
  • Bietet ein Autor eine Lesung in Eurer Nähe an, nehmt die Gelegenheit wahr, in ein klein wenig besser und vor allem natürlich persönlich kennenzulernen. Denn Lesungen sind neben dem Verkauf der Bücher die einzige Möglichkeit, die ein Schriftsteller hat, mit seinen Werken Geld zu verdienen. Wobei man als Autor selbst beim Bücherverkauf eingeschränkt ist, da man dies nur in geringem Umfang selbst machen darf, da man ansonsten eine andere Gewerbeanmeldung (für den Handel mit Büchern) bräuchte, die natürlich wieder weitere, zusätzliche Kosten verursachen würde.
  • Dankbar ist Euch zudem jeder Independent Autor für Eure Unterstützung in Form von Bewertungen, Likes und Kommentaren. Dabei spielt es eine Rolle, ob diese bei Google, Facebook, Instagram, Twitter oder im Gästebuch der Webseite erfolgen. Weshalb ich die Reihenfolge dieser Aufzählung ganz bewusst so gewählt habe.
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