Womanizer PRO40 Klitorisstimulator

Womanizer PRO40 Klitorisstimulator, Bild: K.D. Michaelis

Bild: © K.D. Michaelis

Die Original Womanzier gibt es in verschiedenen Ausführungen.

  • Der Womanizer Pro, der ein bisschen aussieht wie eine Computermaus, ist der teuerste mit einer UVP von 189,- Euro. Gleich teuer ist der Womanizer InsideOut.
  • Der Womanizer Plussize kostet ebenfalls 189,- Euro. Dieser ist jedoch insgesamt deutlich größer durch den verlängerten Griff, was das Handling schwieriger macht.
  • Der Womanizer Pro 40 ist in zwei Farben erhältlich um kostet 99,- Euro.
  • Der Womanizer Starlet ist ebenfalls ist verschiedenen Farben erhältlich umd mit 69,- Euro die günstigste Variante.
  • Der Womanizer 2Go sieht aus wie ein Lippenstift und für unterwegs gedacht. Dieser Spaß kostet derzeit 119,- Euro.

Womanizer Pro40

Da einige meiner Freundinnen von dieser Art der Klitorisstimulation sehr begeistert waren, hatte ich beschlossen, dies auch einmal auszuprobieren und zwar mit dem hier vorgestellten Womanizer Pro40, der ebenfalls recht leise, leicht und einfach zu bedienen ist. Neben dem Ein-/Ausschalter gibt es noch je eine Taste, um die Stärke der Saugwirkung der Druckwellen zu erhöhen oder niedriger zu gestalten. Davon hat dieses Modell insgesamt 6 verschiedene Intensitätsstufen.

 

Im Gegensatz zu Auflegevibratoren, wie die BMS PalmPower, arbeiten die Womanizer-Geräte ohne direkte Reibung. Dies soll laut Hersteller einen Gewöhnungseffekt bzw. eine Überstimulation verhindern. Das kann ich bestätigen. Der Silikonkopf berührt die Clit zwar, bewegt sich selbst aber nicht, wodurch kein direkter Reiz auf die Haut ausgeübt wird. Lediglich die Sogwirkung bzw. Saugfunktion sorgt für eine indirekte Stimulation der Clit.

 

Was die Größe der beiden Silikonaufsätze anbelangt, bin ich nicht überzeugt. Denn auch die so genannte XL-Variante ist jetzt nicht wirklich viel größer, wie der kleinere Aufsatz, was die Ansaugöffnung für die Clit anbelangt und ungeübte Benutzerinnen werden hier erst einmal ein wenig herumprobieren müssen, bis der Aufsatz an der richtigen Stelle sitzt.

 

Diese neue Technologie hat für mich einen entscheidenden Nachteil. Sitzt der Kopf erst einmal richtig, soll man ihn nicht mehr bewegen. Insofern empfinde ich diese Art der Stimulation eher als eintönig und langweilig. Der Reiz selbst kann dann nur noch durch ein leichtes Kippen des Kopfes ein wenig verändert werden, bleibt ansonsten aber gleich. Das fühlt sich für mich irgendwie unnätürlich an. Denn auch bei normalem Sex reizt man schließlich nicht ununterbrochen in der gleichen Art und Weise die exakt gleiche Stelle. Insbesondere wenn in meinem Kopfkino dann auch noch ein passender Film läuft, stört mich dieses gleichbleibende Gefühl dabei eher.

 

Mit viel Phantasie komme ich auch mit diesem Gerät, aber erstens dauert dies bei mir deutlich länger, wie mit einem klassischen Vibrator, den ich von der Stelle bewegen kann und so den Reiz selbst beeinflussen und steuern kann. Eine Veränderung der Intensität bringt mir dabei wenig. Insbesondere weil mir die diese generell zu gering ist. Das ist aber natürlich individuell sehr verschieden.

 

Wer jedoch auf eine nicht so stark ausgeprägte, direkte Stimulation verzichten will, für den kann der Womanizer Pro40 durchaus eine gute Alternative sein. Gleiches gilt natürlich auch, wenn man Angst hat - durch eine Gewöhnung an einen starken, direkten Reiz - auf die Dauer mit dem Partner schlechter zum Orgasmus zu kommen.

 

Ein Nachteil für alle Nutzerinnen ist, dass sich der Womanizer generell nur auf der Clit anwenden lässt. Als Partnerspielzeug ist er nicht einsetzbar und auch für andere Stellen des weiblichen Körpers würde ich dieses Spielzeug nicht nutzen. Dafür könnt Ihr ihn mit in die Dusche nehmen, denn er ist wasserfest. Auch wer keine Kabel mag, wird sich mit diesem Akku-Modell sicherlich anfreunden können. Mir kommt dabei aber eindeutig zu wenig Power rüber, so dass ich ihn nur selten benutze und eigentlich auch nur deshalb, weil er halt in der Spielzeugschublade rumliegt. Um den Akku zu laden, muss man erst einmal den wirklich kleinen Nippel am Griffende herausfummeln und kann dann das - mit etwas über 80 cm nicht besonders lange - Kabel anschließen. Die Akku-Laufzeit ist mit ungefähr 2 Stunden durchaus ausreichend für mehrere Anwendungen. Allerdings dürfte diese winzige Silikon-Konstruktion auf die Dauer vermutlich auch eine Schwachstelle des Gerätes darstellen. Gleitgel könnt Ihr zwar benutzen, ist aber nicht wirklich nötig. Da der Kopf aus Silikon ist, empfiehlt sich im Fall der Fälle wasserbasiertes Gel.

 

Einmal ganz abgesehen vom Preis-/Leistungsverhältnis, das ich preislich für absolut überzogen halte.

Die von anderen Herstellern angebotenen Satisfyer - oder wie immer sie auch heißen mögen -, sind zwar deutlich günstiger zu bekommen, diese würde ich aber weniger empfehlen, da die Modelle, die ich bislang getestet habe, noch weniger Saugwirkung aufweisen und damit fast gar keinen Lustgewinn bringen.

Fazit: Eingeschränkte Kaufempfehlung