Goldmarie - für Insekten die sich wie im Märchen fühlen

Orangerote Blüten der Goldmarie (auch Bidens, Zweizahn oder  Goldzweizahn genannt), die im Sonnenschein regelrecht leuchten und eine tolle Insektenweide sind. Foto von K.D. Michaelis

Goldmarie - ein wirklich sehr passender Name für diese normalerweise einjährige, hübsche kleine Blühpflanze, deren Blüten im Sonnenschein eine richtig Strahl- bzw. Leuchtkraft entwickeln. Man nennt sie auch Bidens (Zweizahn) oder auch Goldzweizahn.

 

Mit 15 bis 30 Zentimetern bleiben die meisten Züchtungen der Goldmarie relativ niedrig. Einige wenige Sorten können auch 25 bis 60 Zentimeter erreichen. Dafür wächst die Bidens gerne teppichartig und auch recht üppig in die Breite, wobei der Wuchs leicht überhängend werden kann, weshalb man sie auch oft in Ampeln, Balkonkästen oder Kübeln antrifft. Wer sie vergesellschaften möchte, braucht unbedingt ebenfalls wuchsstarke Partner für den Goldzweizahn, da er seine Nachbarn ansonsten auch schon mal überwuchern kann.

 

Seine Blütenfarben variieren von gelb bis orangerot. Es gibt aber auch zweifarbige Züchtungen in gelb-orangerot. Bewundern kann man diese meist von Mai bis in den Oktober - das ist wie immer auch etwas sortenabhängig. Das gilt auch für die Anzahl und Form der Blütenblätter, deren Zahl auch bei der gleichen Pflanze unterschiedlich sein kann, wie das rechte, folgende Bild zeigt. Diese Blütenkelche haben 5, 6 oder 7 leuchtende, gelbe Blütenblätter. Die grünen Bidens-Blätter sind teilweise stark gefiedert und erinnern manchmal - je nach Sorte - entfernt ein wenig an Farne.

 

Nahaufnahme gelb-rotoranger Blüten und Knospen einer Goldmarie / Bidens / Goldzweizahn / Zweizahn von K.D. Michaelis
Einfarbig gelbe Blüten der Goldmarie / Bidens / Gold-Zweizahn / Zweizahn von K.D. Michaelis


Insektenweide Goldmarie

Mit einem Nektar- und einem Pollenwert von jeweils 2 liefert die Goldmarie wichtige Nahrung sowohl für Wildbienen, als auch für Hummeln und Schmetterlinge. Wichtig dabei ist auch, dass der Gold-Zweizahn bis zum Frost blüht, also auch im Spätsommer und Herbst. Während dieser Zeit im Jahr sind ansonsten nur noch sehr wenige andere Trachtpflanzen verfügbar. Was die Goldmarie umso wertvoller für fliegende Insekten macht und der Grund dafür ist, dass diese kleine Schönheit gerne von ihnen besucht wird.

 

Standortansprüche Bidens

Der Goldzweizahn mag es gerne sonnig - auch vollsonnig. Dazu sollte der Boden locker und nährstoffreich sein und außerdem gut feuchtgehalten werden. Ein Austrocknen des Wurzelballens sollte man nach Möglichkeit verhindern. Ein Zuviel des Guten ist jedoch auch kontraproduktiv. Will meinen, Staunässe verträgt die Goldmarie nicht. Regelmäßige Düngergaben dankt der Zweizahn dann auch mit einer herrlichen Blütenfülle.

 

Normalerweise ist die Goldmarie frostempfindlich und einjährig. Was bedeutet, dass sie alles in einer Vegetationsperiode (Frühling bis Herbst) erledigt: Austreiben, blühen und Samen bilden. Danach stirbt der Gold-Zweizahn normalerweise ab. In besonders milden Gegenden (wie zum Beispiel in Weinbaugebieten) kann man Glück haben und die Goldmarie treibt im Folgejahr erneut aus. Trotzdem ist sie meist nur für zwei oder drei Jahre mehrjährig. Das klappt hin und wieder auch in bekanntlich wärmeren Großstädten im flacheren Norden, wie in diesem Fall in Hannover.

 

Wer sie als Kübelpflanze kultiviert hat, kann natürlich auch so versuchen, sie zu überwintern. Am besten geht dies in einem relativ kühlen Wintergarten (bei etwa 15 Grad Celsius), in dem sie zwar hell, aber nicht sonnig steht und hin und wieder etwas Wasser bekommt. Wieder ins Freie darf die Goldmarie am besten erst Mitte Mai nach den Eisheiligen.

In der Sonne leuchtende goldgelbe Blüten der Goldmarie / Bidens / Zweizahn / Goldzweizahn von K.D. Michaelis

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