Kein Strohfeuer sondern ein wahrer Insektenmagnet - Strohblumen

Schier unendliche Blütenpracht einer reich blühenden, gelben Strohblume von K.D. Michaelis
Nahaufnahme gelber Blütenstände einer Strohblume halbgeöffnet und vollständig aufgeblüht von K.D. Michaelis

Die Garten-Strohblume (Helichrysum bracteatum)  - meist auch nur Strohblume (Bracteantha) genannt - ist ein trockenheitsverträglicher, etwas stacheliger Insektenmagnet, der durch seine lange Blühdauer und seinen Blütenreichtum besticht! Gerade in der oben zu sehenden, sonnengelben Variante lässt er ein Beet auch an einem trüben Tag erstrahlen - so als würde die Sonne tatsächlich scheinen.

 

Ihre sich stets trocken und strohig anfühlenden, farbigen Blütenhüllblätter sind recht starr und dürften für ihren deutschen Namen verantwortlich sein. Es gibt sie in weiß, gelb, lachs, orange, rosa, pink, rotbraun und violett-rosa. Wobei die eigentlichen Blütenblätter sehr viel kleiner sind und in der Mitte des Blütenstandes sitzen. Die farbige Pracht erscheint normalerweise Ende Juni / Anfang Juli und dauert bis zum ersten Frost.

Strohblumen werden je nach Sorte meist zwischen 20 bis 50 Zentimeter hoch. Es gibt auch aber Ausnahmen, die einen Meter Höhe erreichen können. Auch hier ist weniger wieder einmal mehr. Niedrige, ungefüllte bzw. weniger gefüllte Sorten bieten in der Regel den meisten Nektar und Pollen für unsere Insekten. Obwohl bei uns eigentlich nicht heimisch, nehmen sowohl Hummeln, als auch Bienen und  Schmetterlinge diese lange zur Verfügung stehende Nahrungsquelle gerne an.

Früher waren Strohblumen eine der beliebtesten Trockenblumen für Gestecke und Kränze überhaupt, da sie nicht nur über eine große Farbvielfalt verfügen, sondern diese in getrocknetem Zustand auch besonders lange behalten. Dazu schneidet man die nur halb geöffneten Blütenstände mitsamt Stängel ab und hängt sie an einem dunklen, trockenen und gut durchlüfteten Ort kopfüber büschelweise zum Trocknen auf. Während des Trocknungsvorganges öffnen sich die farbigen Blätter des Blütenstandes dann von ganz alleine komplett.

Wo gedeiht die Strohblume am besten?

Nahaufnahme einiger sonnengelber Blütenstände einer Strohblume - halb geöffnet und vollständig aufgeblüht - von K.D. Michaelis

Als Australierin ist die Strohblume zwar recht trockenheitsverträglich und benötigt nicht viel Wasser. Auf der anderen Seite ist sie dadurch aber auch recht frostempfindlich und daher bei uns normalerweise einjährig und nicht winterhart. Zweijährige Formen sind recht selten. Sie wird deshalb am häufigsten in Blumenkästen, Töpfen und Kübeln angepflanzt. Sie lässt sich aber ebenso gut ins Beet oder die Rabatte verpflanzen oder als Schnittblume für die Vase verwenden. Wichtig für ihr Gedeihen sind ein durchlässiger Boden (ohne Staunässe) sowie ein warmer und vollsonniger Standort. Ein wenig Dünger nimmt sie dankbar an.


Ein anderer Vertreter aus der großen Korbblütler-Familie ist die Wollige Strohblume (Helichrysum thianshanicum), die wertvolles Baumaterial speziell für Wollbienen (Anthidium) liefert.


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