Etwas muffeliger Nektarspender - die Kaiserkrone

Blühende dunkelorange Kaiserkrone neben einer roten Tulpe von K.D. Michaelis
Nahaufnahme einer dunkelorange blühenden Kaiserkrone von K.D. Michaelis

Je nach Witterung zeigen sich die wunderschönen, kranzförmig angeordneten Blütenstände der Kaiserkrone schon im April bis Mai. Sie ist auch als Königskron, Königslilie oder Kronblume bzw. auch als Kaiserkron bekannt.


Günstige Standortbedingungen für Kaiserkronen

Kaiserkronen bevorzugen einen warmen und sonnigen (bis halbschattigen) Standort. Die von mir fotografierten Exemplare blühten 2021 schon seit Anfang April, obwohl es dieses Frühjahr relativ kühl und wechselhaft war. Sie stehen zwar unter einem Baum, allerdings hat dieser um diese Jahreszeit noch keine Blätter und die Betonstützwand direkt dahinter schützt sie vor kalten Winden und gibt gleichzeitig auch am späten Nachmittag noch die gespeicherte Sonnenwärme an die Pflanzen ab. Davon abgesehen sieht diese Wand so auch noch richtig schön aus ;-)


Der Königskron bzw. die Königslilie mögen außerdem sehr durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Sollte der Gartenboden zu schwer sein, kann man ihn mit etwas Sand auflockern. Was man jedoch unbedingt vermeiden sollte, ist Staunässe. Denn wie bei allen Knollengewächsen würde zuviel Nässe über einen längeren Zeitraum die Zwiebel verfaulen lassen und damit die Pflanze töten. Die Zwiebel der Kaiserkrone ist zudem giftig. Also bitte nur bei längeren Trockenperioden regelmäßig wässern.

 

Grundsätzlich kann man die Kaiserkrone das ganze Jahr über pflanzen - sofern es frostfrei ist. Die beste Pflanzzeit für dieses Liliengewächs ist jedoch von August bis September. Da sich der strenge und durchaus als unangenehm empfundene Geruch der Kaiserkronen bei den meisten Sorten jedoch hauptsächlich von der Zwiebel ausgeht, soll er unerwünschte Gartenbesucher wie Maulwurf und Wühlmäuse vertreiben. Da empfindliche, menschliche Nasen jedoch auch manchmal ein Problem mit dem Geruch der Kaiserkrone haben, würde ich sie einfach nicht direkt neben den eigenen Sitzplatz im Garten pflanzen.


Insektenfreundliche Kaiserkrone?

Die Nektardrüsen der Kaiserkronen locken vor allem Bienen an, die als Bestäuber für dieses Liliengewächs dienen. Die meisten Sorten bieten sowohl Pollen, als auch Nektar an, was für beides im mittleren Bereich liegt. Allerdings lockt die Kaiserkrone nicht nur Insekten an, sondern es gibt auch Berichte darüber, dass sich selbst kleine Singvögel, wie z.B. Blaumeisen, Kohlmeisen und Mönchsgrasmücken an ihrem Nektar gütlich tun.

 

Die hauptsächliche Vermehrung  erledigt die Kaiserkrone selbst über ihre Zwiebel. Diese Pflanzengattung wird aber auch durch Bienen bestäubt, wodurch befruchtete Samen entstehen, die im Spätsommer reif sind. Diese sind jedoch nur sehr kurz keimfähig, weshalb man sie sofort aussähen sollte. Als so genannte Frostkeimer benötigen sie zudem zwingend Frost, um im nächsten Frühjahr keimen zu können. Dann kann es allerdings trotzdem bis zu 6 Jahre dauern, bis an dem so vermehrten Pflanzennachwuchs die ersten Blüten erscheinen. Weshalb die Vermehrung über die Zwiebel bedeutend effektiver ist. Trotzdem ändert dies natürlich nichts daran, dass sich die Insekten über die Pollen und Nektar liefernde Gartenschönheit freuen.


Zwei orange blühende Kaiserkronen von K.D. Michaelis
Zwei orange blühende Kaiserkronen von K.D. Michaelis


Welche Sorten Kaiserkronen gibt es?

Es soll über Hundert verschiedene Sorten Kaiserkronen geben. Einige der wichtigsten davon sind:

  • Fritillaria Lutea - gelbe Blüten
  • Fritillaria imperialis  - ebenfalls gelbe Blüten. Nektarwert 2 und Pollenwert 2
  • Fritillaria Aurora - orange, glockenförmige Blüten
  • Fritillaria Rubra Maxima - besitzt rote Blüten
  • Fritillaria Kroon of Kroon besticht mit leuchtend rot-orangefarbenen Blüten mit der Besonderheit, daß diese in zwei übereinander liegenden Blütenkränzen angeordnet sind.

Die mehrjährigen Kaiserkronen gelten gemeinhin als robust und sehr winterhart. Ihre Wuchshöhe liegt dabei zwischen circa 50 bis 150 Zentimeter - je nach Sorte.

 

Neben diesen gängigen Sorten sind aber auch die nicht ganz so bekannten Varianten einen näheren Blick wert. Diese besitzen keine kranzförmige Blütenstandanordnung, sondern einen länglichen Blütenstand - ähnlich dem eines Fingerhuts. Dabei können die Blüten eher einzeln stehen, oder auch in einer dichten, sich nach oben verjüngenden Traubenform. Obwohl sie so recht unterschiedlich aussehen können, gehören alle diese Formen zur

  • Fritillaria persica / Persische Fritillaria / Persische Kaiserkrone

Die es sowohl in elfenbeinfarbenen Farbtönen, als auch in blaulila bis hin zu fast schon schwarzlila Tönen gibt.


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