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Dinkel-Dreams 2: Selbstgebackene Spitzbuben-Plätzchen

Selbstgebackene Spitzbuben/Linzer Plätzchen/Hildabrötchen/Mürbeteig-Plätzchen mit Marmelade nach einem Back-Rezept aus Dinkel-Dreams 2. Rezept und Bild K.D. Michaelis

Ein absoluter Klassiker unter den selbstgemachten Weihnachtsplätzchen sind Spitzbuben, die regional auch als Linzer Plätzchen oder Hildabrötchen bekannt sind. Da dies auch die Lieblingsplatzerl meiner Mama sind, mache ich sie öfter mal - einfach um ihr eine Freude zu machen.

 

Damit das auf die Dauer nicht langweilig wird, kann man diese Sorte Plätzchen glücklicherweise wunderbar variieren.

Das Back-Rezept für meine Spitzbuben gibt es auf Seite 125 meiner Dinkel-Dreams 2.


Variationen von Spitzbuben

Verschiedene, fruchtige Füllungen für Spitzbuben

Selbstgebackene Spitzbuben/Linzer Plätzchen/Hildabrötchen/Mürbeteig-Plätzchen mit Marmelade nach einem Back-Rezept aus Dinkel-Dreams 2. Rezept und Bild K.D. Michaelis

Jeder kennt diese klassische Form der Spitzbuben mit ihrem mittigen Loch. Diese lässt sich am einfachsten durch unterschiedliche Füllungen variieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Rezepten verwende ich nicht so gerne rote Johannisbeermarmelade, da mir diese zu sauer ist.

Schwarze Johannisbeer-Marmelade hingegen ist einer meiner Favoriten. Neben Schwarzkirsch-Konfitüre und Aprikosen-Marmelade.

 

Naturgemäß lassen sich Marmeladen mit Früchten/Fruchtstücken darin etwas weniger gut auf den Plätzchen verteilen, schmecken dafür aber umso intensiver und leckerer. Damit dies besser funktioniert, erwärme ich meine Marmeladen stets für ein paar Sekunden auf mittlerer Stufe in einer kleinen Schale in der Mikrowelle, da sie dann flüssiger werden und sich leichter verstreichen lassen.

  

Müssen Spitzbuben unbedingt ein Marmeladen-Loch haben? Nein! ;-)

Pfötchen-Spitzbuben oder Spitzbuben-Türmchen

Selbstgebackene Pfötchen-Spitzbuben nach einem Back-Rezept aus Dinkel-Dreams 2. Rezept, Kekse und Bild K.D. Michaelis

Hier kommt ein anderer Vorschlag von mir für Euch: Pfötchen-Spitzbuben. Ganz ohne Loch, aber mindestens genauso lecker, wie das Original. Einen Teil dieser Spitzbuben-Plätzchen habe ich mit Schwartau Extra Schwarze Johannisbeere und den Rest mit Schwartau Samt Aprikose (ohne Fruchtstücke) gefüllt. Ich liebe beide Sorten.

 

Im Handel gibt es auch runde Keksausstecher im Set mit verschieden großen Kreisen. Mit diesen könnt Ihr auch Türmchen aus den Spitzbuben machen. Mehr als 3 kreisrunde, sich nach oben verjüngende Plätzchen würde ich jedoch nicht übereinandersetzen, da dies sonst einfach zu hoch wird, um unfallfrei davon abbeißen zu können. Ob Ihr dann die beiden Zwischenräume mit der gleichen Sorte Konfitüre oder Marmelade füllt, oder zum Beispiel Aprikose mit Kirsche kombiniert, bleibt Eurem persönlichen Geschmack überlassen.


Zubereitungstipps Mürbeteig-Spitzbuben

Kühlen und Ausstechen des Mürbeteigs ohne zusätzliches Mehl

Selbstgemachte Mürbeteig-Plätzchen/Platzerl/Kekse mit Marmelade nach einem Rezept aus Dinkel-Dreams 2 von K.D. Michaelis

Mürbeteig sollte vor dem Ausstechen kühl sein. Dazu packe ich ihn  absichtlich in lange Stücke Frischhaltefolie, die sich anschließend auch gleich als Unterlage für das Ausrollen benutzen lassen. Das spart Folie und Abfall.

 

Ich rolle Plätzchenteig stets zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie - ganz ohne Mehl - aus. Dabei sollte man lediglich zwischendurch immer mal wieder die oberste Folie anheben und wieder locker auflegen. Das ist der ganze Trick.

 

Löst sich ein ausgestochenes Plätzchen ungewollt aus der Ausstechform und bleibt innerhalb des restlichen Teiges auf der Arbeitsfläche kleben, verformt man es normalerweise unweigerlich, wenn man versucht, es mit einem Messer oder einem Teigspatel aus dem restlichen Teig zu lösen. Hier setze ich die Ausstechform langsam wieder zurück auf den Teig und hebe den ganzen Teig einfach an dieser Ecke mittels der darunterliegenden Folie etwas an. Anschließend drücke ich von unten gegen das ausgestochene Teigstückchen und bekomme es so ganz einfach zurück in die Ausstechform. Damit ich es anschließend - ohne Verformen - mit Hilfe der Ausstechform ganz normal auf das Backblech kippen kann. Das geht natürlich nicht, wenn man den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt hat.

 

Die Verwendung der Folie verhindert zudem, dass der Plätzchenteig nach dem wiederholten Zusammenlegen der Teigreste und dem erneuten Ausrollen durch das zusätzliche Mehl immer trockener, bröseliger und geschmackloser wird. Außerdem sehen die ausgestochenen Plätzchen ohne die weißen Mehlflecken darauf auch noch schöner aus. Die Frischhaltefolie lässt sich natürlich problemlos mehrmals verwenden, wenn man sie nur lose übereinanderlegt - ohne sie festzudrücken.

 

Da ja nie alle Plätzchen auf ein einziges Blech passen bzw. das Ausstechen etwas Zeit in Anspruch nimmt, sollte der gerade nicht benötigte Mürbeteig zwischendurch immer mal wieder im Kühlschrank zwischengelagert werden. Mürbeteig darf nicht warm werden, sonst wird er richtig klebrig. Da sich die Teigreste ja praktischerweise schon auf der Folie befinden, schlage ich deren Enden einfach wieder über dem Teig zusammen und lege ihn so - gut geschützt - in den Kühlschrank, bis die nächste Lage Plätzchen ausgestochen werden kann.


Womit macht man das Loch in die Spitzbuben?

Stellst sich für den ein oder anderen eventuell noch die Frage, wie man das für Spitzbuben so typische Loch am besten in die Mitte des oberen Plätzchens bekommt.

 

Ich benutze dafür am liebsten meinen Apfelausstecher, das funktioniert prima.


Wie lagert man Spitzbuben am besten?

Aufbewahrungs-Tipps für Mürbeteig-Plätzchen

Selbstgemachte Pfötchen-Spitzbuben - Mürbeteig-Plätzchen gefüllt mit Marmeladen nach einem Rezept aus Dinkel-Dreams 2. Rezept, Kekse und Bild K.D. Michaelis

Die fertigen Spitzbuben lagert Ihr (nach dem Erkalten) am besten in einer gut schließenden Keksdose aus Blech, da es sich bei diesen Plätzchen/Keksen bekanntlich um ein Mürbeteig-Gebäck handelt.

So halten sie sich - zumindest theoretisch - 3 bis 4 Wochen lang frisch. Praktisch gesehen werden sie jedoch nie so alt *gggg


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