Lavendel - einfach duftes Futter

Erdhummel beim Nektarsammeln  im Lavendel von K.D. Michaelis

Der Schopflavendel (Lavandula stoechas) beginnt bereits im Mai zu blühen und ist damit schon vor seinem berühmteren Verwandten für unsere Insekten als sehr beliebte Futterquelle verfügbar. Besonders langblühende Sorten sind zum Beispiel Anouk (bis August) und Marshwood (bis in den September). Stark duftende Arten - wie Anouk - eignen sich zudem, um benachbarte Pflanzen, wie beispielsweise Rosen, vor Blattlausbefall zu schützen. Dies deshalb, weil Blattläuse Pflanzen meiden, die intensiv duftende ätherische Öle produzieren.


Der deutlich bekanntere Lavendel (Lavandula - wie er oben zusammen mit einer Erdhummel zu sehen ist) öffnet seine Blüten von Juni bis August. Er duftet nicht nur herrlich, sondern spendet - in der ansonsten eher mageren Sommerzeit - reichlich Nektar für Hummeln, Bienen und Co., was ihnen über diese für sie oftmals tödliche Hungerperiode hinweghilft. Um den sehr leckeren, speziellen Lavendel-Honig der Bienen ernten zu können, benötigt man große Lavendelfelder, wie sie fast ausschließlich in Frankreich zu finden sind. Hierzulande kann man sich an diesem wunderschönen Anblick nur äußerst selten erfreuen. Lediglich in Horn-Bad Meinberg-Fromhausen gibt es ein großes Lavendelfeld, das vom Bio-Hof Meiwes aus Detmold betrieben wird. An einigen festen Terminen im Jahr kann man sich dort auch zu Führungen anmelden.


Am üppigsten blühen Lavendelpflanzen in voller Sonne. Bei einem Rückschnitt der Blütenrispen (spätestens Ende Juli/Anfang August) erfolgt oftmals nochmal eine zweite Blüte. Der Boden sollte nicht zu schwer sein, da Lavendel ursprünglich auf kargem, steinigen Boden wächst. Weshalb er auch nicht überdüngt werden sollte. Eine einzige kleine Düngergabe zum Start in die Wachstumssaison im zeitigen Frühjahr (März oder April) reicht völlig aus. Schwere Gartenerde am besten mit Sand vermischen, damit sie lockerer und durchlässiger wird. Staunässe verträgt Lavendel gar nicht, weshalb man auch eine Drainageschicht aus Kieselsteinen anlegen kann, bevor man ihn in die Erde setzt. Schopflavendel und auch der normale Lavendel freuen sich in unseren Breiten über einen leichten Winterschutz.

Wiesenhummel beim Nektarsammeln auf einem Schopflavendel von K.D. Michaelis

 

 

 

 

 

 

Hier hat sich eine hübsche Wiesenhummel auf einem Schopflavendel niedergelassen, um dessen üppige Nektarvorräte aus den kleinen dunkellila Blütenkelchen zu schlürfen.

Wildbiene beim Anflug auf eine lila blühende Lavendelblüte von K.D. Michaelis

 

 

 

Diese hübsche, puschelige Wildbiene fliegt gerade auf die herrlich duftenden, lila Blüten eines Lavendels zu, um sich hier zu stärken.

Guten Appetit kleine, fleißige Schönheit!

Großer Besucherandrang in Form von Wildbienen und Hummeln auf den Lavendelblüten von K.D. Michaelis

An diesem Lavendel herrscht ausgesprochen reger Flugverkehr. Denn so ein herrlich blühender Lavendelstrauch bietet zum Glück genug Nahrung, dass viele Wildbienen und Hummeln satt werden.


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