Stachelig-schöner Insektenmagnet: die Kugeldistel

Bienen beim Nektartrinken an einer Kugeldistel von K.D. Michaelis

Honigbiene beim Nektartrinken an einer blauen Kugeldistel

Es gibt eine ganze Reihe von Sorten dieser stacheligen Schönheit - meist in unterschiedlich intensiven Blautönen. Es gibt die Kugeldistel aber auch in weiß. Gemein ist allen Kugeldisteln, dass sie Insekten magisch anziehen. Die Blütezeit liegt dabei normalerweise im Hochsommer - so zwischen Juli und September. Also in einer Zeit im Jahr, in der ansonsten das Nektarangebot für unsere fliegenden Insekten eher knapp ist. Gerade deshalb lohnt es sich, Kugeldisteln mit ins Gartenbeet zu holen und diesem so eine besonders interessante Struktur zu verleihen, die auch durch ihre Farbe ein toller Blickfang ist.

 

Bei der Wuchshöhe dieser wunderschönen Staude hat man die Wahl zwischen 50 Zentimetern und bis zu 2 Metern. Wodurch sich diese Blütenstände nicht nur für Schmetterlinge und Bienen auffällig präsentieren, sondern auch für uns selbst im eigenen Garten eine tolle Fernwirkung besitzen.

 

Die meisten Kugeldistel-Arten bevorzugen vollsonnige Standplätze. Es gibt aber auch Ausnahmen, die sich im Halbschatten von Bäumen wohlfühlen. Ansonsten sind Kugeldisteln sehr langlebige und pflegeleichte Gartenpflanzen, die zwar einen durchlässigen und nährstoffreichen Boden bevorzugen, aber durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit auch mit nicht so optimalen Standortvoraussetzungen gut zurechtkommen. Dieser Tiefwurzler kommt deshalb beispielsweise auch mit einem eher trockenen Boden aus Sand und Geröll klar. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte lässt einige Wochen später normalerweise recht zuverlässig eine zweite Blüte dieser hübschen Bienenweide folgen.

 

Die Kugeldistel ist gut schnittverträglich und bietet sich durch ihre außergewöhnliche Form auch als Trockenblume für Gestecke an. Dazu sollte man den Blütenstand der Kugeldistel allerdings abschneiden, bevor dieser ganz aufgeblüht ist. Die kleinen Einzelblüten des kugelförmigen Blütenstandes öffnen sich dabei von oben nach unten.

 

Gepflanzt wird diese mehrjährige, winterharte Staude am besten im Herbst. Allerdings verträgt sie nur Temperaturen bis zu -10 Grad Celsius. In Gegenden, in denen es kälter werden kann, sollte man ihr eine Reisigabdeckung angedeihen lassen. Lässt man die Samenstände einer artenreinen Distel ganz ausreifen, kann sie sich durch Selbstaussaat vermehren. Der Gärtner kann sie im Herbst aber auch durch Stockteilung oder Wurzelschnittlinge vermehren.

 

Neben den gezüchteten Sorten kann man natürlich beim Spaziergang in der freien Natur auch leuchtend rote Disteln am Wegesrand finden. Hier geht's zum Foto einer solchen nebst dicker Erdhummel daran hängend, das freundlicherweise von Marc Wettering zur Verfügung gestellt wurde.

Pelzige Honigbiene an der Blüte einer blauen Kugeldistel beim Nektarsammeln von K.D. Michaelis
Blütenstände der blauen Kugeldistel von K.D. Michaelis
Einzelner Blütenstand der blauen Kugeldistel von K.D. Michaelis


Kommentar schreiben

Kommentare: 0