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Dinkel-Dreams: Schoko-Marmorkuchen

Selbstgebackener, besonders saftiger und schokoladiger Marmorkuchen nach einem Rezept von Seite 86 aus dem kombinierten Koch- und Backbuch Dinkel-Dreams von K.D. Michaelis

Das Original-Rezept für diesen locker-saftigen Marmorkuchen findet Ihr auf Seite 86 in meinem kombinierten Koch- und Backbuch: Dinkel-Dreams. Für alle Naschkatzen, die ganz besonders auf Schokolade stehen, habe ich Euch oben mal ein Bild eines - durch seine zusätzliche Schokoladenglasur - ganz besonders schokoladigen Marmorkuchens eingestellt. Die im ursprünglichen Rezept vorhandene Dekoration aus Puderzucker entfällt so natürlich und wird einfach durch die Schokoladenglasur ersetzt.

 

Ob Ihr diese selbermachen oder fertig kaufen wollt, bleibt Euch überlassen. Ich empfehle jedoch stets die Zartbitter-Variante (100 bis 150 g), da Glasuren aus Vollmilchschokolade den ganzen Kuchen später deutlich zu süß schmecken lassen. Selbst wenn Ihr ansonsten lieber Vollmilchschokolade mögt ;-)


Qualität der Zutaten

Das Geheimnis dieser Rezeptur liegt natürlich - wie immer - in den einzelnen Zutaten zu diesem einfach herzustellenden Rührteig, der ein paar nicht so häufig vorkommende Dinge enthält. Immer vorausgesetzt diese sind hochwertig. Das gilt in diesem Falle vor allem für die Vanille, die Mandeln und den Zimt. Bei der Sahne kann man jetzt nicht wirklich viel falsch machen ;-). Wobei selbstverständlich frische Sahne noch einmal deutlich besser schmeckt, wie haltbar gemachte - allerdings für die meisen Hobbybäcker eher schwer zu besorgen sein dürfte.

Vanille

Was die Vanille angeht, gibt es neben hochwertigem, flüssigem Vanilleextrakt natürlich auch noch Vanillestangen, deren ausgekratztes Mark besonders lecker schmeckt. Die bekanntesten sind die Bourbon-Vanille („Vanilla planifolia“) und die nicht so stark getrocknete Tahiti-Vanille („Vanilla tahitiensis“). Wobei das meiste Aroma in der Schale zu finden ist. Diese also nicht einfach wegwerfen! Man kann sie beispielsweise in Milch für einen Pudding auskochen oder sie zermahlen unter Puderzucker mischen.

Gemahlene Mandeln

Bei gemahlenen Mandeln verwende ich nach Möglichkeit stets die Variante aus blanchierten Mandeln. Diese sind in der Regel deutlich heller, da die dunkle (bittere Haut) der Mandelkerne vor dem Mahlen entfernt wurde, weshalb diese auch recht fein gemahlen sind. Ihr Geschmack ist einfach angenehmer und feiner. Außerdem sorgt das Überbrühen der Mandeln dafür, dass natürlich vorkommende Schädlinge abgetötet werden. Ungebrühte Mandelkerne können auch schon mal die Eier von Gespinstmotten oder anderen Schädlingen enthalten, wodurch sich in den Tüten dann nicht nur ein feines, weißes Gespinst, sondern auch Maden entwickeln können.

Zimt

Der berühmte Ceylon-Zimt stammt von der Insel Sri-Lanka (früher Ceylon genannt). Er besitzt ein deutlich feineres und edleres Aroma, das aber auch seinen Preis hat. Dieses mildere und nicht so scharfe Aroma des Ceylon-Zimts liegt unter anderen auch daran, dass dessen Anteil an Cumarin sehr klein ist.

Der aus China oder Indonesien stammende, deutlich billigere Cassia-Zimt (auch Kassia-Zimt) enthält hohe Konzentrationen Cumarin, was ihm den Ruf als gesundheitsschädlich eingebracht hat - allerdings nur beim häufigem Verzehr größerer Mengen. Dies gilt auch für den Padang-Zimt (auch als China-Zimt bezeichnet).

 

Ein weiterer gesundheitlicher Aspekt darf jedoch auch nicht unterschlagen werden. Gerade in China wird gerne mit verschiedenen Pflanzenschutzmitteln gearbeitet - auch vorsichtshalber, um den Ertrag der Zimtbäume zu optimieren. Dass diese - auch als Rückstände - nicht gerade gesund sind, dürfte hinlänglich bekannt sein. Grundsätzlich kommt Zimt zwar meist nur in sehr kleinen Mengen zum Einsatz, trotzdem ist es durchaus lohnenswert, bei Zimt auf die deutlich teurere Bio-Variante (aus Ceylon) zu setzen.


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