Japanische Lavendelheide spendet Nektar und Pollen

Weiße, glockenförmige Blütenrispen, grüne Blätter und der feuerrote, neue Blattaustrieb der Japanischen Lavendelheide von K.D. Michaelis
Weiße, glockenförmige Blütenrispen, grüne Blätter und der feuerrote, neue Blattaustrieb der Japanischen Lavendelheide von K.D. Michaelis

Im zeitigen Frühjahr bietet die ursprünglich in Ost-China, Taiwan und Japan heimische Japanische Lavendelheide (Pieris japonica) eine wahre Farbexplosion im Garten, wie sie auffälliger kaum sein könnte. Neben den älteren, grünen Blättern dieses langsam wachsenden, immergrünen Strauches fallen vor allem die neu ausgetriebenen, feuerroten Blätter ins Auge, die einen tollen Kontrast - auch zu den weißen, hängenden, rispenförmigen Blütendolden bilden.

 

Weitere Bezeichnungen der Japanischen Lavendelheide sind auch Schattenglöckchen bzw. seltener Maiglöckchen-Strauch oder Maiglöckchen-Busch. Neben den ursprünglichen weißen Glockenblüten gibt es aber auch Arten, die (hell-)rosa Blüten besitzen, wie beispielsweise das Schattenglöckchen (Pieris japonica) Valley Rose, welches zudem einen ungewöhnlichen frühen Blütezeitraum besitzt, der von Februar bis in den April hineinreicht.

  

Standort und Pflege der Japanischen Lavendelheide

Ein halbschattiger bis schattiger Platz - zum Beispiel unter Gehölzen - ist der passende Standort für die Japanische Lavendelheide, die nicht umsonst auch Schattenglöckchen genannt wird. Sie kann zwar - notfalls - auch an sonnigen Ecken im Garten gepflanzt werden, wird dort aber nicht so viele Blüten hervorbringen und benötigt zudem auch noch dringender regelmäßige und reichliche Wassergaben. Ist der Pflanzort allerdings extrem finster, wirkt sich auch dies eher negativ auf den Blütenreichtum aus.


Das Schattenglöckchen ist sehr winterhart und braucht in halbschattigen/schattigen Lagen keinen Winterschutz. Ein windgeschützter Standort ist von Vorteil. Was Probleme bereiten kann, ist eine intensive Sonneneinstrahlung im Winter. Dann droht Kahlfrost und Trockenstress, der die Pflanze stark schädigen oder sogar umbringen kann. Hier sind Wassergaben wichtig, die man aber natürlich nur an frostfreien Wintertagen verabreichen darf. Gärtner empfehlen an sonnigen Pflanzstellen außerdem einen Winterschutz - zum Beispiel in Form einer dicken Mulchschicht nebst einer Abdeckung aus Tannenreisig.

 
Die 'normale' Blütezeit der Japanischen Lavendelheide ist von April bis Juni. In milden Wintern können die ersten Blüten sogar schon ab Mitte März erscheinen. Das Entfernen verwelkter Blüten fördert neues Blütenwachstum.


Was die Bodenverhältnisse anbelagt mag das Schattenglöckchen mageren, leicht sauren, durchlässigen Boden. Reichliches Gießen ist auch im Sommer wichtig - am besten mit Regenwasser oder entkalktem Leitungswasser.


Die Lavendelheide gilt als giftig - für Mensch und Tier. Selbst kleinste Verzehrmengen rufen bereits Vergiftungserscheinungen hervor. Beim Pflanzen, dem Ausschneiden der alten Blüten oder dem Zuschnitt des Strauches die Handschuhe nicht vergessen, da anderenfalls beim Kontakt mit der Pflanze Juckreiz, Hautreizungen oder Entzündungen auftreten können.


Die Japanische Lavendelheide ist eine bei Insekten recht beliebte Pflanze, da sie bereits recht früh im Jahr sowohl Nektar, als auch Pollen bereitstellt und so sehr unterschiedliche Insekten verköstigt.
  

Amerikanische Lavendelheide und Traubenheide

Die Lavendelheide (Pieris) gehört zu den Heidekrautgewächsen. Neben der bereits vorgestellten Japanischen Lavendelheide (Pieris japonica) gibt es aber auch noch andere verwandte Sträucher innerhalb dieser Familie.


Wie beispielsweise die Amerikanische Lavendelheide (Pieris floribunda). Sie blüht etwas weniger lang von April bis Mai. Ihre langen Blütenrispen mit den hübschen, weißen Becherblüten stehen aufrechter über dem Laub, als dies bei der Japanischen Lavendelheide der Fall ist und ihr fehlt normalerweise der auffällig rote Blattaustrieb. Bei Bienen und anderen Insekten ist sie jedoch ebenfalls genauso beliebt, wie die Japanische Lavendelheide.


Eine weitere, ganz ähnlich aussehende Pflanze ist die Traubenheide oder auch Traubenmyrte (Leucothoe). Ihre Blüten erscheinen von von April bis Juni. Wobei sich die langen, weißen Blütenrispen - ähnlich den der Japanischen Lavendelheide - auch eher nach unten biegen. Die Traubenheide gilt gemeinhin jedoch nicht als bienenfreundlich. Dieser Strauch besitzt ebenfalls eine Besonderheit, was sein Blattwerk anbelangt. So trägt er vom Herbst bis in den Spätwinter buntes Laub zur Schau, dessen Farbspektrum von grün bis rotbraun reicht. Die meisten angebotenen Arten sind Zwergsträucher und bleiben mit 30 bis 50 Zentimetern recht niedrig. Ausnahmen erreichen aber auch mal etwas über einen Meter Höhe. Einige, wenige Züchtungen bringen aber auch hier im Frühjahr einen hellroten oder roten Blattaustrieb hervor.


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