Glanzmispeln - extrem beliebt bei Insekten und Vögeln

Glänzender roter Blattaustrieb im Frühjahr nebst grünen älteren Blätter einer Glanzmispel im Frühlings-Sonnenschein von K.D. Michaelis
Weiße Blütendolden mit noch geschlossenen Knospen und bereits geöffneten Einzelblüten einer Glanzmispel von K.D. Michaelis

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Die Glanzmispel (Photinia) ist ein toller, immergrüner Strauch oder Baum. Zeitig im Frühjahr besticht sie durch ihren glänzenden, meist bronzeroten Blatt-Neuaustrieb, der einen tollen Kontrast zu den älteren, grünen Blättern bildet - wie im linken, oberen Bild gut zu sehen.

 

Grundsätzlich gilt die Glanzmispel bei uns als bedingt winterhart. So werden manchmal nur bis -5 Grad (nur für Gebiete mit milden Wintern) oder - je nach Sorte - auch bis zu -20 Grad vertragen, aber nur so lange, wie diese nur für kurze Zeit anhalten. Bleibt es aber länger sehr kalt, können die Wurzeln und damit die Pflanze erfrieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, pflanzt sie am besten an einen windgeschützten Standort, zum Beispiel an einer hohen Garten- oder Hausmauer und in kalten Gegenden kann auch ein Winterschutz mit Tannen- oder Fichtenreisig am Boden oder eine Vliesabdeckung des Strauches nicht schaden.


Glanzmispeln können - je nach Sorte - meist eine Höhe von 1 bis 2 Metern, seltener 3 bis 4 Metern erreichen. Falls Ihr die Sträucher einkürzen wollt, wartet mit dem Schneiden am besten bis nach der Blüte, die einer Vielzahl von Insekten reichlich Nahrung bietet. Vor allem dann, wenn die Glanzmispel als Hecke gepflanzt wurde.
  

Insektenfutterpflanze und Vogelnährgehölz

Nahaufnahme der weißen Glanzmispel-Blüten mit einer Nektar trinkenden Biene von K.D. Michaelis

Am Übergang zum Sommer bildet sie jede Menge Blütendolden, von denen jede einzelne eine Vielzahl von kleinen, weißen Einzelbüten aufweist, die mit ihrem leichten Duft Insekten magisch anziehen und ihnen sowohl Nektar als auch Pollen liefern. So dass man oft schon bevor am um die Ecke kommt, das Summen der Flugkünstler vernehmen kann. Die Blütezeit startet - je nach Sorte - im Mai/Juni und kann bis in den Juli hinein dauern.

   

Video: Bienen zu Besuch auf der Glanzmispel

Weiße Blütendolden der Glanzmispeln mit drei Bienen im Sonnenschein von K.D. Michaelis

Dieses Insekten-Video zeigt die geflügelten Besucher an den kleinen, weißen Blüten der Glanzmispel. Aufgenommen am 28. Mai 2021 in Hannover - viel Spaß!

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Im Herbst ziehen Glanzmispeln Vögel unwiderstehlich an, da diese die zahlreichen roten oder blauen (selten auch gelben) Beerenfrüchte sehr mögen. Weshalb die Glanzmispel auch zu den attraktiven Vogelnährgehölzen gezählt wird. Vögel können diese problemlos verdauen - beim Menschen können sie jedoch leichte Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Glanzmispeln zählen zu den Rosengewächsen, wobei die kleinen Früchte eher an nur millimetergroße Miniäpfelchen erinnern. Für Pferde ist der Verzehr jedoch hochgiftig.


Die Sorte Photinia ‚Pink Marble' besticht durch ihren leuchtend pink- bis rosafarbenen Blattaustrieb. Im Sommer werden diese dann grün, bevor sie sich zum Herbst hin dann wieder erneut auffällig Pink verfärben.

  

Wo pflanzt man Glanzmispeln am besten?

Glanzmispeln mögen einen hellen, sonnig bis halbschattigen und windgeschützten Standort mit durchlässigem, nährstoffreichem Boden, der regelmäßig gedüngt wird. Wirft der Strauch vermehrt Blätter ab, liegt das oft daran, dass die Pflanze unter Trockenstress leidet. Bei länger anhaltenden Trockenperioden ist also durchdringendes Gießen wichtig. Besonders bei jungen, frisch gesetzten Sträuchern, da dann die Feinwurzeln noch fehlen oder in nicht ausreichender Menge vorhanden sind. Wie die meisten Gewächse verträgt die Glanzmispel jedoch andererseits auch keine Staunässe.

 

Besonders günstig stehen Glanzmispeln in der Nähe einer hohen Gartenmauer oder Hausmauer, da diese ebenfalls für Wärme, Wind- und Winterschutz sorgt.


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