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Taglilien - ein wunderschöner Schmetterlingsmagnet

Nahaufnahme einer gelb-orangen Taglilienblüte mit ihren geschwungenen Staubgefässen mit Regentropfen darauf. Bild K.D. Michaelis

Taglilien (Hemerocallis) bezaubern uns durch ihre wunderschönen Blüten, die es in nahezu jeder gewünschten Farbe und auch in einer Unmenge an Farbkombinationen gibt. Wobei die höheren Sorten auf ihren langen, dünnen Blütentrieben förmlich über dem Beet zu schweben scheinen.

 

Die Höhe der Taglilien sowie die Größe der Blütenkelche sowie der Form der Blütenblätter (zum Beispiel mit glatten oder gewellten Rändern) oder deren Länge sind dabei ebenfalls fast keine Grenzen gesetzt. Kein Wunder also, dass diese Prachtstaude ganz offiziell zur Staude des Jahres 2018 gekürt wurde.

  

Eignen sich Taglilien auch für Gartenanfänger?

Nahaufnahme einer zweifarbigen, dunkelorangen Taglilie mit gelbem Blütenherz und gelben Mittelstreifen auf den Blütenblättern. Bild K.D. Michaelis

Um sich am Blütenreichtum von Taglilien zu erfreuen, muss man zum Glück kein Gartenprofi sein!

 

Diese robuste und fast immer winterharte Staude gehört zu den pflegeleichten Gartenschönheiten, mit denen auch Gartenneulinge / Junggärtner/-innen ganz ohne Probleme zurechtkommen.

  

Blütenfarben und Duft der Taglilie

Die Hauptblütenfarben für Taglilien sind gelb und orange. Es gibt jedoch unzählige Sorten, so dass auch Fans von weißen, beigen, gelben, orangen, orangeroten, rosefarbenen, roten und violetten Blütentönen auf ihre Kosten kommen. Daneben gibt es auch noch zahlreiche, mehrfarbige Blütenzüchtungen, bei denen meist der 'Schlund' (also die Mitte des Blütenkelches) eine andere Farbe aufweist wie die eigentlichen Blütenblätter.

Die Größe der Blütenkelche variiert ebenfalls stark und reicht von zierlichen Arten mit rund 4 Zentimetern Durchmesser bis hin zu wahren Riesenblüten, die sogar an die 20 Zentimeter messen können.

Viele Taglilien verströmen einen angenehmen Duft, der auch Insekten - wie Schmetterlinge - zu den Blütenkelchen lockt.

Wie blühen Taglilien besonders gut und lange?

Taglilien sind Sonnenanbeter

Taglilien kommen mit so gut wie jedem Gartenboden zurecht und überleben sogar längere Trockenperioden. Wer jedoch möglichst lange blühende Taglilien haben möchte, sollte sie bei Hitze und Trockenheit ausreichend gießen. Der größtmögliche Blütenflor wird bei einem nährstoffreichem, humusreichem, lockerem Untergrund erzielt.

 

Taglilien machen nicht nur im Beet eine gute Figur - sie eignen sich auch zur Kübelbepflanzung.


Der Pflanzort sollte sonnig sein, damit die Taglilie möglichst viele Blüten treiben kann. Dafür benötigt sie im Frühjahr außerdem eine gute Portion organischen Düngers. Dafür empfehlen sich Hornspäne, Kompost oder anderer, streufähiger, organischer Dünger. Ausgebracht wird dieser sobald die ersten, hellgrünen Triebspitzen der Taglilie durch den Boden brechen. Verwelkte Blüten am besten täglich mit den Fingern abknipsen oder abschneiden, das fördert die Bildung weiterer, neuer Blütenknospen.

 

Ist der Gartenboden sehr stark verdichtet, kann man gegebenenfalls etwas Sand unterarbeiten, um ihn aufzulockern und durchlässiger zu machen. Staunässe sollte man (wie bei den meisten Pflanzen) vermeiden. Sie lässt die Wurzeln verfaulen, wodurch die Pflanze absterben würde.

  

Wann blühen Taglilien und wie lange?

Gibt es auch Taglilien, die Schatten bzw. Halbschatten vertragen?

Was sind remontierende Taglilien?

Wie der Name schon verrät, blüht die einzelne Blüte einer Taglilie tatsächlich nur einen Tag. Doch dies gleicht diese Prachtstaude durch ihre Blütenfülle problemlos aus. So entstehen an einem Blütenstiel stets eine ganze Reihe von Blüten, die alle unterschiedlich groß sind und sich deshalb auch erst nach und  nach an verschiedenen Tagen öffen, so dass neben einer geöffneten Taglilienblüte stets noch etliche Blütenknospen am gleichen Blütenstiel auf ihren Einsatz warten.

 

Beete - die ganztägig im Schatten liegen - sind nicht der richtige Standort für Taglilien. Es gibt aber einige Taglilien-Sorten, die sich für den Halbschatten eignen. Diese bringen dann aber in aller Regel etwas weniger Blüten hervor.


Taglilien blühen normalerweise - je nach Sorte - zwischen Mai und September.

 

Einige Taglilien-Sorten blühen sogar im Frühherbst noch ein zweites Mal - dann bilden sie allerdings nicht mehr ganz so viele Blüten wie im Frühjahr aus. Ein Beispiel für eine solche 'remontierende' Taglilien-Sorte ist die Remontierende Zwerg-Taglilie EVERY DAYLILY Red Rib, die sowohl in der Sonne, als auch im Halbschatten gepflanzt werden kann.

 

Ist die Taglilie bienenfreundlich / insektenfreundlich?

Taglilien ziehen Schmetterlinge magisch an

Nektarwert und Pollenwert der Taglilie

Die auffallend großen, nach oben gebogenen Staubgefäße der Taglilien ziehen vor allem Schmetterlinge und Schwebfliegen an.

 

Bienen und Hummeln kommen sehr viel seltener zu Besuch.

 

Da Schmetterlinge und Schwebfliegen zu den großen Hauptgruppen unter den Insekten gehören, kann man die Taglilie sicherlich insektenfreundlich nennen. Manche Schmetterlingsraupen ernähren sich unter anderem auch von Taglilien.

Als bienenfreundlich kann man sie jedoch nicht bezeichnen.


Einige Taglilien öffnen ihre Blütenkelche nicht morgens, sondern erst am späten Nachmittag/frühen Abend und verwelken folglich auch erst am nächsten Vormittag. Diese locken mit ihrem Duft Nachtfalter als Bestäuber an.

 

Nektarwert / Pollenwert für Taglilien:

Nektar 1 und Pollen 1


Andere besonders schmetterlingsfreundliche Pflanzen sind beispielsweise der Sommerflieder oder die Hänge-Buddleie.


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