Sommerflieder lockt eine Vielzahl an Besuchern an

Dunkellila Sommerflieder/Schmetterlingsstrauch mit Schmetterlingsbesucher Tagpfauenauge von K.D. Michaelis

Sommerflieder wächst buschartig und wird auch gerne als Schmetterlingsflieder, Schmetterlingsstrauch oder Fliederspeer bzw. Buddleia (Buddleja) bezeichnet. Wie der Name schon verrät, ziehen seine hübschen, langen Blütenrispen Schmetterlinge magisch an.

 

Sommerflieder erreicht meist eine Höhe von etwa 3 Metern (einzelne Sorten sogar bis zu 5 Metern) und blüht am einjährigen Holz, weshalb er nicht nur sehr gut schnittverträglich ist, sondern dies auch den Blütenreichtum fördert. Beim Sommer-Rückschnitt (nach der Blüte) werden die verblühten Rispen entfernt. Dabei kann man auch dürre oder kahle Triebe herausschneiden. Im späten Winter (bevor der Neuaustrieb beginnt) kann man bei älteren Exemplaren bei Bedarf einen Verjüngungsschnitt durchführen. Dazu lässt man etwa 30 cm der Buddleia stehen und kürzt alles darüber radikal. Dabei sollte der Schnitt jeweils kurz über einer Knospe bzw. einer Blattachsel erfolgen.

 

Am häufigsten findet man rosa und pink sowie verschiedene Lilatöne als Blütenfarbe. Weiße Blütenstände gibt es ebenfalls im Handel und sogar eine bunte Züchtung namens Sommerflieder Papillion Tricolor. Dieser bietet sogar gleich drei verschiedene Blütenfarben an einem einzigen, winterharten Strauch, die man von Juni bis September bewundern kann. Die Sorte Buddleia 'Flower Power®' bietet ein besonderes Farbschauspiel, da ihre Blütenknospen dunkellila sind und beim Aufblühen ein kräftiges Orange zeigen. Wer möchte, kann sich aber auch eine richtige Schmetterlings- bzw. Insektenwand erschaffen, denn es gibt auch einen kletternden Sommerflieder, der mittels einer Rankhilfe Höhen von bis zu 3 Metern erreicht und lange, überhängende Triebe bildet.

 

Zusätzlich verbreitet der Schmetterlingsflieder auch noch einen angenehmen Duft, der auch andere Insekten, wie Bienen und Hummeln in großer Zahl zu den Blüten lockt. Eine Befruchtung ist deshalb eigentlich immer sichergestellt, weshalb sich Buddleia auch gerne selbst aussamt. Man kann den Fliederspeer aber auch über Stecklinge vermehren. Der Standort für den sehr pflegeleichten Schmetterlingsflieder kann sowohl sonnig, als auch halbschattig gewählt werden. Erfreulicherweise machen dem Schmetterlingsstrauch auch einzelne, heiße und trockene Sommertage nicht ganz so viel aus. Regelmäßig gießen sollte man ihn aber natürlich trotzdem. Dabei muss aber unbedingt Staunässe vermieden werden, die der Fliederspeer überhaupt nicht verträgt, weshalb ein durchlässiger Boden gute Wachstums-Voraussetzungen bietet.

 

In meinem kleinen Sommerfliederbesucher-Zusammenschnitt finden sich neben Erdhummeln, die manchmal auch gleich im Doppelpack auftreten, verschiedene Schmetterlinge, wie z.B. auch ein Tagpfauenauge. Es lohnt sich also immer, so eine duftende Insektenweide in seinen Garten zu integrieren, wenn man den Platz dazu hat. Wobei ich hoffe, dass mein kleines Filmchen jetzt noch mehr Lust auf diesen hübschen Farbtupfer im Garten macht. Ganz viel Spaß dabei.

 

Wenn Euch meine Bilder gefallen haben, freue ich mich natürlich darüber, wenn Ihr mir einen Daumen nach oben dalassen würdet oder meinen Kanal auf YouTube sogar abbonniert. Merci.

Zwei Erdhummeln beim Nektarsammeln auf einem rosa Sommerflieder/Schmetterlingsstrauch von K.D. Michaelis

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