Wiesenblumen - Gänseblümchen und Co

Ein buntes Wiesenblumen-Potpourri mit Akeleien, Blausternen, Butterblumen, Gänseblümchen, Kornblume, Löwenzahn, Mohnblume, Sauerampfer, Veilchen, Vergissmeinnicht, Weissklee, Winterlingen von K.D. Michaelis

Würden wir alle privaten und öffentlichen Rasenflächen / ungenutzte Grünflächen wieder zurück in blühende Wiesen verwandeln, könnten wir einen ganz enormen Beitrag zum Insektenschutz leisten und damit auch das dramatische Artensterben aufhalten. Deshalb möchte ich hier gerne ein paar wichtige Blütenpflanzen vorstellen, die in so einer - früher ganz normalen - Wiese vorkommen konnten.

 

Natürlich nicht alle auf einmal auf dem gleichen Fleck. Denn die Standortansprüche (Licht-, Luft-, Wasser- und Bodenverhältnisse) der einzelnen Pflanzen sind durchaus sehr verschieden. Außerdem ist es oftmals noch ein Kampf mit Nachbarn oder Vermietern, wenn man seinen Garten natürlicher und wilder gestalten will. Das ist jedoch unumgänglich, wenn man der Natur wieder mehr Platz lassen möchte. Allerdings ist es auch und vor allem eine Frage, ob man überall auf das Rasenmähen verzichten kann und will.

  

Die Löwenzahnwiese ist ein guter, mähbarer Kompromiss

So vertragen Löwenzahn, Gundermann, Günsel, Sauerampfer und auch die Weiße Taubnessel sowie die Purpurrote Taubnessel unsere normalerweise mit Stickstoff verladenen Grünflächen noch recht gut, da sie ganz gerne nährstoffreich stehen. Selbst wenn der Boden dazu noch verdichtet und feuchter ist. Da sich die meisten dieser Arten - genauso wie die Brennnessel - gerne am Rand ansiedeln, kann man ihnen dort Raum und vor allem Zeit zum Wachsen geben, so dass auch die höheren Arten überleben können, wenn sie nicht unter den Rasenmäher kommen. Wobei es in der Stadt schwierig sein dürfte, dass sich in der Nähe eine Sauerampferpflanze finden lässt, deren Samen es dann auch bis in den eigenen Garten schaffen. Aber wenn er dies schon mal geschafft hat, wäre es schade, wenn er dem Rasenmäher zum Opfer fiele. Ich würde denken, dies wäre auf alle Fälle einen Umsiedlungsversuch in einen der nicht gemähten Randbereiche wert.

 

Gänseblümchen wachsen hingegen auf recht verschiedenen Böden - sollen aber besser bei viel Phosphor und wenig Stickstoff gedeihen.

 

Der Großteil so einer Wiese mit seinem Löwenzahn und den Gänseblümchen verträgt das häufige Mähen normalerweise recht gut und bringt dann trotzdem immer wieder Blüten als Insektennahrung hervor, wenngleich natürlich nicht in der Vielfalt einer echten Wildblumenwiese.

  

Wildblumenwiese nur 1- bis 2-mal pro Jahr mähen

Viele andere Arten, wie beispielsweise Mohnblume, Kornblume oder der Weißklee brauchen eher kalkhaltige Böden, die durchaus nährstoffarm und sandig bis lehmig sein können.  So kann man Weißklee zwar manchmal auch im Rasen finden, dann aber nur auf einem ausnahmsweise mal nährstoffarmen Untergrund, auf dem auch das Gras eher schlecht wächst.

 

Eine weitere, vielleicht sogar die wichtigste Voraussetzung für das erfolgreiche Anlegen einer Wildblumenwiese ist (neben der Stickstoffarmut des Untergrundes) vor allem, dass die Fläche wirklich nur ein- oder zweimal pro Jahr gemäht wird. Alleine aus diesem Grund macht es oftmals Sinn, nur kleinere Teilbereiche einer Wiesenfläche als wirkliche Wildblumenwiese sich selbst zu überlassen. Denn das Mähen mit der Hand mittels einer Sense ist eher anstrengend und schwierig und sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Selbst mit Hilfe einer Motorsense geht dies zwar deutlich einfacher und schneller. Aber auf die Dauer ist auch deren Gewicht - trotz Tragegurts - nicht immer ganz angenehm.

   

Warum klappt das Anlegen der Wildblumenwiese nicht?

Grundsätzlich entsteht aus einem Rasen relativ schnell und leicht eine Löwenzahnwiese, die auch noch etliche andere Arten, wie zum Beispiel Gänseblümchen, beinhalten kann. Wobei auch diese den Insekten schon eine ganze Menge hilft, besonders wenn in den Randbereichen noch weitere Insektenfutterpflanzen gedeihen dürfen (wie z.B. die vorerwähnten Taubnesselarten oder der Gundermann).

 

Eine bunte Wildblumenwiese ist da schon schwieriger anzulegen und das funktioniert meist auch nicht ohne eine Entfernung der alten Grasnarbe, eine gründliche Bodenlockerung, das Einarbeiten von Sand, um die Erde magerer zu gestalten und ein Aussähen von Wildblumensamen mit anschließendem Andrücken der Erde sowie gezielten und wiederholten Wassergaben während der Keimzeit.

 

In aller Regel werden vom Handel einjährige bzw. maximal zweijährige Saatmischungen angeboten, die auch nicht immer nur einheimische Gräser, Kräuter und Blumensamen beinhalten können. Was auch bedeutet, dass so eine Blumenwiese normalerweise jedes Jahr bzw. alle zwei Jahre neu angesäht oder zumindest nachgesäht werden muss.

 

Zwar können einige der Pflanzen aus der allerersten Samenmischung durchaus selbst Samen gebildet und evtl. auch auf die Reise geschickt haben, allerdings ist dies noch lange keine Anwuchsgarantie und erst recht nicht immer automatisch auch auf der eigenen Wiese. Weshalb diese wilde Blumenwiese auch jedes Jahr anders aussieht, denn genauso wie einige Arten im Folgejahr nicht mehr wiederkommen, können auch sich auch neue Pflanzen ansiedeln, die man gar nicht selbst ausgesucht hat.

  

Der Rasenmäher ist neben Stickstoff der größte Feind der Wildblumen

Neben den oben genannten, unterschiedlichen Boden-, Nährstoff- und Lichtverhältnissen, die stimmen müssen, gibt es meist einen weiteren, ganz entscheidenden Grund, der unbedingt beachtet werden muss. 

 

Der größte Feind der bunten Wiesenblumen ist jedoch das ständige Rasenmähen. Wer also eine richtige Blumenwiese anlegen möchte, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass man diese normalerweise nur ein- bis maximal zweimal im Jahr mäht (Sommer - ca. Ende Mai/Herbst), wenn die Pflanzen ihre Samen freigesetzt haben.

 

Hierzu leistet - je nach Größe - ein Grasschneider / Rasentrimmer / Motorsense mit langem Tragestiel gute Dienste. Es gibt diese sowohl elektrisch, als auch mit Akku oder benzinbetrieben. Kleine Flächen lassen sich natürlich auch mit einer handbetriebenen Sense kürzen, was aber sehr viel mühsamer ist und was zudem auch nicht jeder Gartenbesitzer beherrscht. Mit zuviel Schwung kann die Sense bei Ungeübten auch schon mal das Bein und nicht nur die Halme treffen. Ein normaler Rasenmäher kommt mit derart hohen Pflanzenstängeln in aller Regel nicht zurecht.


Ein buntes Wiesenblumen-Potpourri

Gemeine Akelei oder Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris)

Blüten und Blätter einer hellrosa Akelei aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis
Blüten und Blätter einer dunkelroten Akelei aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis
Blüten und Blätter einer dunkellila-weißen Akelei aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Diese hübsche Blütenpflanze mit dem spornartigen Blütenfortsatz wird auch Elfenhandschuh, Narrenkappe, Taubenblume, Venuswagen, Wald-Akelei oder Zigeunerglocke genannt.

  • Sie ist mehrjährig, sehr gut winterhart, giftig.
  • Nur ungefüllte Blüten bieten Nahrung für Wildbienen.
  • Blütezeit April bis Juni.
  • Wertvolle Insektenfutterpflanze. Nektar 3 / Pollen 2  

Blaustern (Scilla oder Szilla)

Blüten und Blätter eines hellblauen Blausterns / Scilla / Szilla aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Weitere Bezeichnungen: Blausternchen oder Sternhyazinthe.

Die Gattung Scilla umfasst rund 50 bis 90 verschiedene Arten - abhängig davon wie eng man den Begriff fassen will. Weshalb es auch alle möglichen Farbschattierungen von hell- bis dunkelblau und auch violette Vertreter gibt. Einige wenige sind purpurfarben oder ganz weiß. Die blauen Farbtöne können aber auch mit weiß oder andersfarbigen Streifen kombiniert sein.

  • Mehrjährig, bedingt winterhart je nach Art, giftig.
  • Blütezeit März bis April.
  • Wertvolle Insektenfutterpflanze. Häufigste Art: der Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia): Nektar 2 / Pollen 3

Butterblumen / Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris)

Leuchtendgelb glänzende Knospen und voll erblühte Blütenkörbchen der Butterblume / des Scharfen Hahnenfußes aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis. Bild Annette Meyer auf Pixabay.
  • Mehrjährig, winterhart, giftig.
  • Blütezeit Mai bis Oktober
  • Insektenfutterpflanze. Hohe Attraktiviät für Insekten wegen der extrem langen Blütezeit. Nektar 1 / Pollen 2

Bild von Annette Meyer auf Pixabay
(Bildlizenz: Freie kommerzielle Nutzung)

  

Gänseblümchen (Bellis perennis)

Halb und ganz geöffnete Blüten der Gänseblümchen aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Diese hübsche, kleine Wiesenblume trägt viele unterschiedliche Namen, die sich gar nicht alle aufzählen lassen. Deshalb hier nur ein paar Beispiele: Ausdauerndes Gänseblümchen, Mehrjähriges Gänseblümchen, Augenblümchen, Maiblume, Marienblümchen, Maßliebchen, Mondscheinblume, Morgenblume, Osterblume, Regenblume, Sommerröschen, Sonnenblümchen oder Tausendschön.

  • Mehrjährig, winterhart, essbare Blüten und Blätter. Heilpflanze des Jahres 2017.
  • Blütezeit März bis November
  • Attraktive Insektenfutterpflanze - wegen der extrem langen Verfügbarkeit. Nektar 1 / Pollen 1

Gundermann (Glechoma hederacea)

Gundermann ist auch als Echt-Gundelrebe, Gundelrebe, Echte Gundelrebe oder Erdefeu bekannt. Wie man gut an der Blütenform erkennen kann, gehört er zur großen Familie der Lippenblütler.

Er ähnelt - oberflächlich betrachtet - dem Günsel und der Purpurroten Taubnessel, weshalb es zwischen diesen immer mal wieder zu Verwechslungen kommt.

  • Mehrjährig, winterhart, ungiftig für Menschen - jedoch für Pferde giftig. Alte Heilpflanze.
  • Blütezeit April bis Juli
  • Äußerst attraktive Insektenfutterpflanze - auch für Schmetterlinge. Nektar 3 / Pollen 1.

Kornblumen / Zyane  (Centaurea cyanus L)

Dunkelblaue Blüte einer Kornblume / Zyane aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Die Hauptblütenfarbe der auch Blaumütze oder Hungerblume genannten Pflanze ist dieses intensive Blau, wie es auf dem Bild zu sehen ist. Woher im übrigen auch der Begriff 'kornblumenblau' als Farbtonbezeichnung stammt. Es gibt aber auch Kornblumen in einem helleren Blau. Ausnahmen stellen fast weiße, purpur- oder rosafarbene Exemplare dar, die jedoch verhältnismäßig selten sind.

  • Einjährig (Zuchtformen mehrjährig), nicht giftig. Blüten grundsätzlich essbar, dienen meist eher Dekozwecken, da die Blütenblätter zwar gut schmecken, der Blütenkelch hingegen viele Bitterstoffe aufweist. Samen sind Lichtkeimer und sollten daher nur minimal (maximal einen Zentimeter) mit Erde bedeckt werden.
  • Blütezeit: Mai/Juni - Oktober
  • Wertvolle Insektenfutterpflanze - wegen dem hohen Futterangebot und der langen Blühdauer. Nektar 3 / Pollen 3

Löwenzahn / Pusteblume / Kuhblume (Taraxacum officinale)

Leuchtendgelbe Blüte des Löwenzahns / Pusteblume mit Biene mit orangen Pollenhöschen aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Noch mehr Informationen rund um den Löwenzahn findet Ihr - bei Bedarf - gerne in einem separaten Blogbeitrag.

  • Ein- oder mehrjährig, winterhart, nicht giftig - Blätter und Blüten essbar
  • Blütezeit April bis Juli
  • Wertvolle Insektenfutterpflanze Nektar 3 / Pollen 4

Mohnblume / Klatschmohn / Klatschrose (Papaver rhoeas)

Blüten der blauen Kornblume und einer roten Klatschmohn-Blüte aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Mohn- und Kornblumen kommen oft gemeinsam vor, wie man auf diesen Bild auch schön sehen kann. Mohnblumen oder Klatschmohn:

  • Ein- oder zweijährig, winterhart, giftig. Blume des Jahres 2017
  • Blütezeit Mai - August/September
  • Insektenfutterpflanze
    Nektar 0 / Pollen 3

Gewöhnliches Sauerampfer / Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa)

Rote Blütenknospen und grüne Blätter des Sauerampfers aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Dieses Bild zeigt die Blütenknospen eines Sauerampfers Ende April. Dieses Wildkraut enthält besonders viel Vitamin C, wobei man beim Sammeln darauf achten sollte, möglichst nur junge, grüne Blätter mitzunehmen. Im Laufe des Sommer färben sich die Blätter in etwa ab Ende Juni rotbraun und dann enthalten sie deutlich mehr ungesunde Stoffe. Kinder sollten besser auf Sauerampfer-Gerichte verzichten.

  • Mehrjährig, winterhaft, nur wenig giftig, essbar - roh nur in geringen Mengen, besser als gekochtes Wildgemüse
  • Blütezeit Mai bis August/September
  • Wichtige Insektenfutterpflanze - speziell auch für einige Schmetterlingsarten
    Nektar 0 / Pollen 2

Gemeine Schafgarbe / Gewöhnliche Schafgarbe  (Achillea millefolium)

Weiße Blüten der Gemeinen Schafgarbe aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Die Schafgarbe (eigener, zusätzlicher Blogbeitrag) spielt von altersher keine große Rolle als Naturheilpflanze, weshalb sie auch den Beinamen Bauchwehkraut trägt. Aus ihren getrockneten Blüten wurde früher auch Tee aufgebrüht. Die jungen Blätter der Schafgarbe eignen sich zum Würzen von Salat oder Gemüse. Allerdings muss man ihren recht bitteren Geschmack schon mögen.

  • Mehrjährig, winterhart, für Menschen bedenkenlos essbar
  • Blütezeit: Juni/Juli bis September/Oktober
  • Wichtige Insektenfutterpflanze, auch für Schmetterlinge - wegen ihrer langen Blühdauer,
    Nektar 2 / Pollen 2

Scharbockskraut / Feigwurz / Frühlings-Scharbockskraut (Ficaria verna)

Gelbe Blüten und grüne Blätter des Scharbockskraut aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Früher verwendete man die Blätter des Scharbockskrauts oft gegen Skorbut, da sie besonders vitamin-c-reich sind. Als Würzkraut kommen die Blätter heutzutage eher selten auf den Teller, wobei man dafür auch nur kleine Mengen der ganz jungen Blätter verwenden sollte, die noch vor der Blütezeit der Pflanze geerntet wurden. Diese gelten als unbedenklich.

  • Mehrjährig, winterhart, giftig. Nur wenige, junge Blätter essbar.
  • Blütezeit: März bis Mai
  • Wertvolle Insektenfutterpflanze - da sehr früh im Jahr verfügbar, Nektar 2 / Pollen 2

Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Dunkelbraun/weiß blühender Spitzwegerich inklusive seiner ebenfalls essbaren, grünen Blätter von K.D. Michaelis

Der Spitzwegerich ist eine sehr alte Heilpflanze, wie man auch an einigen ihren anderen Namen schon sehen kann: Spießkraut, Lungenblatt, Schlangenzunge, Heilwegerich, Heufressa, Ripplichrut, Roßrippe, Schafzunge, Spitzfederich, Straßenbraut, Wegetritt und Wundwegerich.  Spitzwegerich wird nicht nur als Tee, Tinktur oder Saft verwendet, sondern früher beispielsweise auch als Suppe oder Spinatersatz.

  • Mehrjährig, sehr gut winterhart. Nicht giftig. Im Gegenteil: Der Spitzwegerich wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2014 gewählt. Blätter, Blüten, Wurzeln und Samen sind sowohl roh, als auch gedünstet essbar.
  • Blütezeit: April - September
  • Wertvolle Insektenfutterpflanze, deren Attraktivität für Wildbienen als hoch, für Schmetterlinge (als Raupenfutterpflanze) sogar als sehr hoch eingeschätzt wird. Nektar 0 / Pollen 3.

Veilchen / Violen (Viola)

Dunkellila Veilchen-Blüten zwischen grünen Blättern aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

So kennen wir das dunkelviolette Veilchen. Es kommt jedoch aus einer - mit etwa 650 Arten - sehr großen Familie der Veilchengewächse, zu deren bekanntesten Vertretern beispielsweise auch Stiefmütterchen, Hornveilchen und Duftveilchen gehören. Sehr selten und unbekannt hingegen ist das Weiße Veilchen (Viola alba).

  • Meist mehrjährig, winterhart, nicht giftig. Schmackhafte, essbare Blätter und Blüten
  • Blütezeit: März/April bis September - je nach Unterart
  • Insektenfutterpflanze. Duftveilchen (Viola odorata) Nektar 2 / Pollen 1

Vergissmeinnicht (Myosotis)

Hellblaue Glüten und grüne Blätter des Vergissmeinnicht aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Sehr weit verbreitet ist das Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis). Neben dem hellblauen Vergissmeinnicht gibt es aber auch noch weiße, rosa, mittel- und dunkelblau blühende Varianten. Die Blütezeiten der anderen Vergissmeinnicht-Arten können teilweise kürzer sein.

 

  • Ein- oder zweijährig, winterhart, nicht giftig, essbar. Waldvergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) und Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris) sind beispielsweise mehrjährig.
  • Blütezeit: April bis September/Oktober - je nach Art
  • Attraktive Insektenfutterpflanze - auch für Schmetterlinge - wegen ihrer langen Blühdauer.
    Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis) Nektar 2 / Pollen 1.

Weißklee / Kriechklee (Trifolium repens)

Weiße Blüten und grüne Blätter des Weißklees / Kriechklees aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Neben dem hier zu sehenden, sehr anspruchslosen Weißklee, der gerade von einer Steinhummel besucht wird, gibt es beispielsweise auch noch den Rot- oder Wiesenklee (Trifolium pratense), der jedoch schon mehr Ansprüche n den Boden stellt und auch nicht in jedem Klima gedeiht. Auch wird dre Rotklee bevorzugt von langrüsseligen Hummelarten angeflogen, während der Weißklee auch den kurzrüsseligeren Bienen (wie z.B. der Honigbiene) Nahrung bietet.

  • Mehrjährig, winterhart, für Menschen ungefährlich, Blätter und Blüten essbar, aber nicht in größeren Mengen, da Giftstoffe enthalten sind, wenn auch nicht in großer Menge.
  • Blütezeit: Mai bis Oktober
  • Sehr attraktive Insektenfutterpflanze - wegen der Höchstwerte an Nahrung und der langen Blühdauer. Nektar 4 / Pollen 4

Wiesenschaumkraut / Schaumkraut (Cardamine pratensis)

Weißrosa Blüten Wiesenschaumkrauts / Schaumkrauts von Werner Grundmann aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Das Wiesenschaumkraut hat meist weiße, aber auch hellrosa oder rosaviolettfarbene Blüten und kommt bevorzugt auf nährstoffreichen Feuchtwiesen vor. Es ist nicht nur die  bevorzugte Nahrungspflanze für die Raupe des Aurorafalters, weshalb er seine Eier auch dort ablegt, sondern dient dem erwachsenen Falter auch als Nektarquelle. Das schmeckt auch dem Großen Wollschweber, wie man auf dem unteren, rechten Bild sehen kann. Bei der Sandbiene steht der Pollen des Wiesen-Schaumkrauts ganz besonders hoch im Kurs.

Bild des Aurorafalters von Werner Grundmann auf Pixabay.

Großer Wollschweber auf den fast weißen Blüten des Wiesenschaumkrauts von K.D. Michaelis
  • Mehrjährig, winterhart, ungiftige Heilpflanze - prinzipiell essbare junge Blätter - vor der Blüte geerntet. Größere Mengen können trotzdem Magen und  Nieren reizen. Blume des Jahres 2006
  • Blütezeit: Ende April - Juni/Juli
  • Wichtige Insektenfutterpflanze - auch für Schmetterlinge. Nektar 3 / Pollen 2

Winterling (Eranthis hyemalis)

Gelbe Blüten und grüne Blätter des Winterlings aus dem bunten Wiesenblumen-Potpourri von K.D. Michaelis

Oft liegt noch Schnee, wenn der Winterling - wie aus dem Nichts - plötzlich aus dem Boden auftaucht und seine strahlendgelben Blüten hervorbringt. Er verträgt auch kräftige Minusgrade und ist extrem winterhart. Gerade dieses frühe Erscheinen macht ihn zu einer besonders wichtigen Nahrungspflanze für Hummeln, Bienen und andere Insekten.

  • Mehrjährig, sehr winterhart, giftig - nicht zum Verzehr geeignet
  • Blütezeit: März und April
  • Wichtige Insektenfutterpflanze - da sehr früh im Jahr verfügbar. Nektar 2 / Pollen 3

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