Vanilleblumen - sehr beliebt bei Bienen und Schmetterlingen

Vanilleblume / Sonnenwende mit 4 dunkellila Blütendolden vor dunkelgrünen, fleischigen Blättern mit Regentropfen. Bild K.D. Michaelis

Die Vanilleblume (Heliotropium arborescens) - auch Heliotrop, Sonnenwende oder Strauchige Sonnenwende genannt.

 

Die beiden letztgenannten Namen dürften auf die Fähigkeit dieser Pflanze zurückgehen, dass sie ihre dicken Blätter Tag für Tag nach dem Stand der Sonne ausrichtet. Wie hier zu sehen, ist die Hauptblütenfarbe der Vanilleblume ein kräftiges Violett.

  

Welche Farben haben die Blüten der Vanilleblumen?

Vanilleblumen sind echte Duftpflanzen

Neben den oben zu sehenden Trugdolden in eher dunklem Lila gibt es auch noch andere Farbvarianten - wenn auch deutlich seltener.

Wie zum Beispiel Heliotropium arborescens 'Alba'. Diese bildet weiße Blüten und manchmal findet man auch Vanilleblumen mit hell-lila (hellblaue) Blüten mit weißem Inneren, deren Vanilleduft dann auch noch eine zusätzliche Zimt-Note aufweist. Alle Vanilleblumen besitzen einen relativ intensiven Duft.

 

Die kleinen, meist violett-blauen Blüten der Vanilleblume verströmen einen süßlichen, recht angenehmen Vanilleduft, der normalerweise gegen Abend intensiver wird. Allerdings macht das für die Pflanze nur wirklich Sinn, wenn gutes Flugwetter für Insekten - also Sonnenschein - herrscht. An bewölkten oder nassen Tagen ist der Duft weniger intensiv. Aber auch an solchen Tagen zieht die Vanilleblume nicht nur jede Menge hungrige Insekten an - sie eignet sich auch gut für die Anlage eines Duftgartens, in dessen Nähe man seine warmen Sommerabende entspannt ausklingen lassen kann.

  

Ist die Vanilleblume bienenfreundlich / eine Bienenweide?

Welchen Nektarwert / Pollenwert hat Heliotrop?

Die Vanilleblume ist bienenfreundlich und eine echte Bienenweide / Insektenweide, die vor allem auch von Schmetterlingen sehr gerne besucht wird. Sie bietet ihren Besuchern reichlich Nektar und dazu auch noch ein wenig Pollen und ist deshalb gerade im Sommer und Herbst mit ihrer langen Blütezeit ein wahres Insektenparadies.

 

Nektarwert 3 / Pollenwert 1

 

Nachstehend einige Bilder von meinen hübsch pelzigen Ackerhummeln und am Ende auch von einer Biene mit langen Fühlern, die sich alle bereits am allerersten Pflanztag der Vanilleblume auf deren Blüten eingefunden und sich an ihrem Nektar sattgetrunken haben. 

Wie blüht die Vanilleblume am besten?

Wann blüht die Vanilleblume?

Vanilleblume / Sonnenwende mit dunkellila Blütendolden vor dunkelgrünen, fleischigen Blättern im Sommersonnenschein mit einer nektarsaugenden, pelzigen Ackerhummel. Bild K.D. Michaelis

Ein möglichst warmer, sonniger Standort, der aber trotzdem nicht austrocknen sollte. Ganz im Gegenteil - die Vanilleblume braucht relativ viel Wasser und einen stets eher leicht feuchten Standort. Also besser regelmäßig - aber in kleineren Mengen gießen. Um Staunässe zu vermeiden, welche die Vanilleblume - wie die meisten anderen Pflanzen - gar nicht verträgt.


Ein nährstoffreiches, lockeres und gut durchlässiges Pflanzsubstrat, das gerne einmal pro Monat mit einer Flüssigdüngergabe im Gießwasser versorgt werden kann. Ist das neue Zuhause der Vanilleblume dann auch noch windgeschützt, sollte einem reichen Blütenmeer nichts mehr im Wege stehen.


Ein halbschattiger Standort wird zwar noch vertragen, die Blätter- und Blütenfülle leidet jedoch etwas darunter. Weshalb die sich die Strauchige Sonnenwende / Vanilleblume insgesamt nicht ganz so üppig entwickeln wird. Die Sonnenwende oder Vanilleblume wird meist so zwischen 20 bis maximal 80 Zentimeter hoch.

 

Die Blütezeit der Vanilleblumen dauert etwa von Mai bis September/Oktober.

 

Die Vanilleblume ist giftig, was man bei der Auswahl des Standortes berücksichtigen sollte. Durch das Entfernen verblühter Blütenstände wird auch bei der Vanilleblume der Blütenreichtum gefördert. Dies sollte man wegen der Giftigkeit am besten mit Handschuhen und einer Schere erledigen, da anderenfalls Hautirritationen auftreten können.

  

Ist die Vanilleblume winterhart?

Wie überwintert man die Vanilleblume am besten?

Eigentlich ist die Vanilleblume mehrjährig, aber da sie keinen Frost verträgt, ist sie bei uns nicht winterhart.

 

Eine Kultivierung im Topf oder Kübel ist problemlos möglich und so kann man sie dann auch gut drinnen frostfrei überwintern. Bei 5 bis 10 Grad Celsius eignet sich beispielsweise ein heller und kühler Kellerraum oder Treppenhaus gut. Während der Winterruhe sollte man die Vanilleblume nur ganz sparsam gießen und natürlich auch nicht düngen.

 

Ist Ihre Vanilleblume als Hochstamm gezogen, mag sie ebenfalls einen hellen, aber nicht ganz so kühlen Platz für die Wintermonate, der  - mit ungefähr circa 15 Grad Celsius - gerne noch etwas wärmer sein darf.


eBook/Buch: Bienen unterstützen / Bienen halten - Ein Plädoyer für Bienen und heimische Imker von K.D. Michaelis zwischen leuchtend gelben Sonnenblumen im Sommersonnenschein.

Auf der Suche nach noch mehr Blühpflanzen für das eigene, ganz privates Insektenparadies / Bienenparadies? In meinem Bienen- und Honigbuch finden sich gleich seitenweise Pflanzen-Empfehlungen - immer zusammen mit den jeweiligen Ansprüchen der Pflanzen an ihre Umgebung und ihrem  Blühzeitraum. Natürlich nicht nur für Terrasse und Garten, sondern auch für den Balkon.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0