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Bartblumen - nicht nur für Insekten ein Traum in Blau

Nahaufnahme der Knospen und der geöffneten blauen Blüten der Bartblume von K.D. Michaelis

Einige der gängigsten Züchtungen der blauen Bartblume (Caryopteris clandonensis) sind Heavenly Blue, Blauer Spatz, Grand Blue und Blue Balloon. Wobei die Farbpalette von hellblau, über ein leuchtendes Blau und Lavendelblau bis hin zu Enzianblau, dunkelblau, tiefblau und nachtblau reicht.

 

Wer möchte, bekommt aber auch eine einzige, rosafarbene Variante, die sich Autumn Pink nennt. Diese ist allerdings nur sehr bedingt winterhart und sehr frostempflindlich. Die Sorte Ferndown mit ihren enzianblauen Blüten verträgt auch deutliche Minusgrade bis zu -17 Grad Celsius.

 

Die meisten Bartblumen sind bedingt winterhart und freuen sich über einen warmen, sonnigen, vor kaltem Ostwind geschützten Platz, vielleicht auch in der Nähe einer Hauswand oder Mauer sowie über einen entsprechenden Winterschutz aus einem Jutesack, Folie oder Vlies nebst zusätzlichem Tannenreisig darüber. Stroh, Mulch oder vertrocknetes Laub können ebenfalls locker angehäufelt werden. Trotzdem sollte die Pflanze noch etwas Luft bekommen.

 

Bartblumen frieren im Winter trotzdem stark zurück. Aber keine Sorge. Durch einen kräftigen Rückschnitt im Frühjahr, bei dem die Pflanze noch etwa zu einem Drittel stehenbleibt, treiben die kleinen Sträucher schnell wieder aus. Damit sollte man jedoch warten, bis keine Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mehr zu erwarten sind. Etwas Rosendünger (kein Mist) tut der Bartblume jetzt gut. Die beste Pflanzzeit für diese Lippenblütler ist deshalb auch das Frühjahr, da die Pflanzen dann viel Zeit haben, um sich gut zu verwurzeln und so die kalte Jahreszeit besser zu überstehen.

 

Die Bodenbeschaffenheit sollte trocken und durchlässig sein. Bartblumen sind wirklich anspruchslos und gedeien auch auf sandigen oder Kiesflächen. Staunässe vertragen sie hingegen gar nicht.


Mit 70 bis 130 Zentimetern passt dieser hübsche und sehr filigrane Zierstrauch mit seinen interessanten Blüten und lanzenförmigen Blättern sehr gut ins Staudenbeet. Man kann die Bartblume aber auch gut als Kübelpflanze in Szene setzen.

Sommerliches Staudenbeet mit hübscher, blauer Bartblume in der Mitte von K.D. Michaelis

Ihre Blätter verströmen - je nach Sorte - einen manchmal zarten oder auch stärkeren, aromatischen Duft, der etwas an Minze erinnert. Was unserer Nase gefällt, mögen Pflanzenschädlinge - wie zum Beispiel Blattläuse - gar nicht. Noch ein gutes Argument, um eine oder vielleicht ja sogar gleich mehrere Bartblumen anzuschaffen.


Bartblumen sind tolle Insektenfutterpflanzen

Bartblumen sind auch bei Insekten (wie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen) sehr beliebt und gelten zurecht als wahre Bienenweide. Wobei ihr Nektar- und ihr Pollenwert für August und September jeweils mit 4 angegeben wird und somit wirklich sehr hoch liegt.

 

Die Blütezeit der Bartblumen liegt sortenabhängig zwischen Ende Juli bis in den Oktober hinein.

Filigrane, blaue Bartblumen-Blüten nebst nektartrinkender Wildbiene von K.D. Michaelis

Bartblumen: ein wunderschöner, sehr trockenheitsverträglicher, anspruchsloser, pflegeleichter und auch noch duftender Gartenschatz, der auch unsere tierischen Gartengäste freut

- mit Ausnahme der Blattläuse vielleicht ;-)

Blätter, Knospen und geöffnete, blaue Blüten der Bartblume inkl.  Wildbiene von K.D. Michaelis

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