Insektenfreundliche Bergenien - tolle Blüten und hübscher Blattschmuck

Immergrüne Blätter, rote Stiele und hellrosa Blütenkelche mit dunklem Auge - die Bergenie von K.D. Michaelis
Immergrüne Blätter und hellrosa Blütenkelche mit dunklem Auge - die Bergenie von K.D. Michaelis

Bergenien (Bergenia) - mit dem lustigen Beinamen Wickelwurzen

Bergenien zählen zu den immergrünen Stauden, die besonders winterhart sind und im Frühling hübsche, glockenförmige Blütenbüschel in hellem Rosa hervorbringen. Ein paar Sorten blühen aber auch weiß oder in einem dunklen Rosarot. Außerdem mögen viele Gartenbesitzer auch ihren besonders schönen Blattschmuck, der recht ausladend sein kann und aufgrund der teilweise sehr bunten Herbstfärbung den ganzen Winter über tolle Farbakzente in den Garten zaubern kann.


Bergenien mögen es am liebsten sonnig oder halbschattig und blühen dort auch am erfolgreichsten. Je schattiger ein Standort ist, um so mehr lässt der Blütenreichtum nach. Aber auch hier gilt - wie immer - keine Regel ohne Ausnahme. Die Kaschmir-Bergenie (Bergenia ciliata) bevorzugt Schatten.

 

Der Boden für Bergenien darf gerne frisch und nährstoffreich sein. Gießen ist nur bei länger anhaltenden Trockenheitsperioden nötig. Wer einen eher nährstoffarmen Gartenboden hat, der sollte sich die Sorte 'Oeschberg' genauer ansehen.


Die Hauptblütezeit der meisten Bergenien liegt im März/April und Mai. Es gibt aber auch eine Züchtung, die im Herbst ein zweites Mal blüht - die Bergenie 'Herbstblüte' (Bergenia cordifolia) oder solche Hybriden, deren Laub sich im Herbst recht spektakulär leuchtend rot, lila oder bronzefarben färbt.


Bergenien besitzen Rhizome, über die sich die Pflanze am passenden Standort recht schnell ausbreiten kann. Wodurch sie auch gerne als Bodendecker eingesetzt werden.


Die Blütenstiele können zwischen 25 bis 50 Zentimeter hoch werden. Sind sie verblüht, können sie bodennah herausgeschnitten werden.


Noch zwei weitere Tatsachen sprechen für den Einsatz der Bergenie. Sie zählt zu den wenigen immergrünen Pflanzen, die nicht giftig sind und trotzdem machen die meisten Schnecken einen großen Bogen um die hübsche Bergenie.


Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden. Bergenien sind recht trockenheitsverträglich und kommen deshalb mit dem Gegenteil gar nicht zurecht. Auch zuviel Dünger schadet der Pflanze und kann unter Umständen dazu führen, dass sie nicht blüht.


Bergenien und Insekten

Grüne Blätter, rotbraune Blütenstängel und hellrosa Blütenkelche der Bergenie nebst einer nektarsaugenden Hummelkönigin von K.D. Michaelis
Grünbraune Blütenstängel und hellrosa Blütenkelche der Bergenie nebst einer nektarsaugenden Hummelkönigin von K.D. Michaelis

Nahaufnahme der hellrosa Blütenkelche mit ihrem dunklen Auge und den Staubgefässen der Bergenie von K.D. Michaelis

Bergenien locken eine Vielzahl von Insekten an, wobei ihr Nektarangebot noch etwas ausgeprägter ist, als der ebenfalls vorhandene Pollen. Hummeln, aber auch andere Bienenarten lassen sich relativ leicht auf ihren Blüten beobachten. Das Nahrungsangebot wird meist wie folgt eingestuft: Nektar 2 / Pollen 2

Die Bergenie wurde übrigens - ganz zu recht - zur Staude des Jahres 2017 gekürt.

 

Auf dieser Wiese stehen zwischen den rosa Bergenien auch einige fast weißlich blühende Beinwell-Pflanzen. (Zum Vergrößern des Bildes dieses bitte einfach anklicken.) Wobei auch Vergissmeinnicht farblich gut zu Bergenien passen, wie auf dem oberen, linken Bild zu sehen.

Wiese im Sonnenschein mit den rosa Bergenien und einigen fast weißen Beinwell-Pflanzen von K.D. Michaelis

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