Goldregen - eine giftige Schönheit die Insekten schmeckt

Leuchtend gelbe Blütenpracht eines Goldregens von K.D. Michaelis
Nahaufnahme der leuchtend gelben Blüten eines Goldregens vor dem dunkelbraunen Hintergrund seiner Äste von K.D. Michaelis

Der Goldregen (Laburnum anagyroides) wurde zur Giftpflanze des Jahres 2012 gewählt. Wobei alle Teile dieses Strauches/Kleinbaums giftig sind. Die höchste Giftkonzentration steckt in den langen, bohnenartigen Hülsen/Schoten mit braunen Samen, die sich aus den auffälligen Blüten entwickeln.

 

Dies stellt insbesondere eine Gefahr für Kinder dar, die sich der Giftigkeit der hübschen Pflanze oft nicht bewusst sind. Weshalb dringend davon abgeraten wird, einen Goldregen dort zu pflanzen, wo Kinder spielen. Goldregen ist außerdem auch für Vierbeiner, wie zum Beispiel Hunde, Katzen, Kühe und Pferde giftig.

 

Goldregen (Laburnum) ist auch als Bohnenbaum, Goldrausch oder Gelbstrauch bekannt und besticht durch seine großen und auffällig intensiv gelb gefärbten Blütenrispen, die schon von weitem leuchten und so alle Blicke auf diesen ansonsten eher filigranen Baum lenken.

  

Bienen und Hummeln lieben die Blüten des Goldregens

Eine Hummel beim Nektarschlürfen in den leuchtendgelben Blüten eines Goldregens an einem schönen Frühlingstag mitten in Hannover von K.D. Michaelis

Wer genau hinsieht, wird in der Mitte des Bildes den Popo einer nicht gerade kleinen Hummel erkennen, die gerade beim Futtern von mir fotografiert wurde. Das ist zwar nicht sehr nett von mir, aber es beweist anschaulich, dass der Goldregen - trotz seiner Giftigkeit für uns - bei Insekten, wie Bienen und Hummeln sehr beliebt ist.

So braucht man an einem schönen, trockenen Frühlingstag - nicht nur mitten in Hannover - normalerweise nicht lange zu warten, bis man Insekten bei der Futtersuche an diesem wunderschönen, filigranen Baum mit seinen eigentlich viel zu großen Blütentrauben beobachten kann. Sie zu fotografieren ist hingegen (leider) nicht ganz so einfach. ;-)

 

Die Blütezeit des Goldregens - liegt je nach Sorte - meist im Mai bis Juni. Frühe Arten können in einem warmen Frühjahr auch schon mal Mitte April ihr Leuchtfeuer entfachen. Der Goldregen zählt zu den Schmetterlingsblütlern - zu denen auch die genauso auffälligen Blauregen (Wisteria) und Robinien gehören. Auch die drei Kleearten: Weißklee, Rotklee (N4/P4 bzw. N3/P3) und Luzerne (Ewiger Klee) (Nektar 3 / Pollen 1) und Hülsenfrüchte, wie Dicke Bohnen und Lupinen gehören zu dieser Pflanzenfamilie und alle darf man völlig zu recht als Bienenweide/Insektenweide bezeichnen - auch wenn die reinen Zahlenwerte dies nicht immer gleich auf den ersten Blick vermuten lassen würden. So wird dem hier vorgestellten Goldregen lediglich Nektar 1 und Pollen 2 attestiert. Trotzdem erfreuen sich sowohl Blau-, als auch Goldregen, die drei vorgenannten Kleearten und zwei Hülsenfrüchtler alle großer Beliebtheit bei unseren Insekten.

  

goldgelbe Blütendolden und grüne Blätter des Goldregens vor einem strahlendblauen Frühlingshimmel von K.D. Michaelis

Da der Goldregen keine besonderen Ansprüche an den Boden und das Klima stellt und zudem bei uns auch winterhart ist, kommt dieser eigentlich aus Süd- und Südosteuropa stammende Baum auch bei uns recht gut zurecht.


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