Köcherblume / Scheinmyrthe / Cuphea - sommerliches Insektenparadies

Cuphea Bicolor White / Mangenta / Zweifarbige Japanische Scheinmyrthe / Japanische Scheinmyrte (Cuphea hyssopifolia) / Köcherblume / Köcherblümchen in pink und weiß. Bild K.D. Michaelis

Die Japanische Scheinmyrthe / Japanische Scheinmyrte (Cuphea hyssopifolia) - die auch Köcherblümchen, Köcherblume, Cuphea oder Falsche Heide genannt wird.

 

Diese eher kleine Pflanze ist ein unermüdlicher Dauerblüher vom zeitigen Frühjahr bis zum ersten Frost, dem auch Regen nichts ausmacht. Auch von Schneckenfraß bleibt die Cuphea normalerweise verschont. Außerdem putzt sich das Köcherblümchen selbst, sprich die verwelkten Blüten fallen ganz von selbst herab, so dass diese nicht per Hand entfernt werden müssen.

Ein weiterer Vorteil der pflegeleichten, ungiftigen Scheinmyrthe, die sich nicht nur im Beet, sondern auch als Kübel- und Balkonpflanze besonders gut macht.

  

Wann blüht die Köcherblume / Scheinmyrthe?

In welchen Farben blüht die Japanische Scheinmyrthe?

Köcherblume / Köcherblümchen / Scheinmyrthe mit pinken und weißen Blüten. Bild K.D. Michaelis

Die Köcherblume / das Köcherblümchen blüht normalerweise zwischen April bis Oktober. Wobei diese hübsche, kleine Pflanze sogar im November noch Blüten tragen kann, sofern es bis dahin noch keinen Frost gegeben hat.

 

Die Hauptblütenfarbe ist ein pink-violett. Es gibt die Scheinmyrte / Scheinmyrthe jedoch auch in pink, rosa, rot, lila und weiß. Wobei der Handel auch so genannte Duo-Köcherblumen anbietet, bei den die ein Hälfte der Pflanze pink und die andere Hälfte weiß blüht.

  

Wie wächst die Scheinmyrthe/Cuphea am besten?

Zweifarbige Köcherblume / Scheinmyrthe, bei der die eine Hälfte der Pflanze pink und die andere weiß blüht. Bild K.D. Michaelis

Die Japanische Scheinmyrte steht am liebsten hell und sonnig - gerne mit stundenlanger, direkter Sonneneinstrahlung. Halbschatten wird auch noch vertragen, schmälert aber die Entwicklung der Cuphea und auch ihren Blütenreichtum.

 

Ein möglichst durchlässiger, humoser Boden ohne Staunässe ist der richtige Untergrund für die Scheinmyrthe.

 

Denn zwei Dinge verträgt die Köcherblume gar nicht: Staunässe ist Gift für die Pflanze. Aber auch das Gegenteil verträgt die Köcherblume nicht: ein komplett ausgetrockneter Boden. Dann geht die Japanische Scheinmyrthe meist ein.

 

Damit der Boden nicht zu schnell austrocknet, kann man um die Pflanze herum eine Mulchschicht ausbringen. Dies hält die Feuchtigkeit des Gießens länger im Substrat.

 

Wird die Scheinmyrthe / das Köcherblümchen in eine Ampel, einen Kübel oder Balkonkasten gepflanzt, sind nicht nur Löcher für das Ablaufen des Gießwassers nötig, sondern am besten auch noch eine Drainageschicht am Boden des Pflanzgefäßes, um unerwünschte Staunässe zu verhindern.

 

Eine gute Nährstoffversorgung (zum Beispiel mit einem Langzeitdünger - wie Düngerstäbchen) ist wichtig für eine reiche Blütenbildung. Wird statt des Langzeitdüngers Flüssigdünger verwendet, so gibt man diesen etwa alle 4 bis 6 Wochen zum Gießwasser hinzu.

  

Ist die Scheinmyrte/Köcherblume bienenfreundlich?

Das Köcherblümchen ist eine Bienenweide / Insektenweide / Schmetterlingsweide

Zum Vergößern, bitte einfach auf die Bilder klicken.

 

Wie man auf diesen Bildern sehen kann, schmeckt unseren Insekten der Nektar der Japanischen Scheinmyrthe wirklich gut - wie zum Beispiel diesen Ackerhummeln. Das Köcherblümchen zieht aber auch andere Hummeln und Wildbienen, sowie Honigbienen, Schmetterlinge und Fliegen an. Sie alle freuen sich über das sommerliche Nektar- und Pollen-Buffet, das in dieser - ansonsten nahrungsarmen - Zeit bis in den späten Herbst verlässliche Energie für sie alle liefert und zwar bis zum Frost.

  

Wie hoch wird die Köcherblume / Scheinmyrthe?

Nahaufnahme der kleinen, pinkfarbenen Blüten mit ihrem gelben Blütenherz einer Köcherblüme / Japanischen Scheinmyrthe im Sommersonnenschein zusammen mit den lanzettförmigen dunkelgrünen Blättern. Bild K.D. Michaelis

Dieses kleine Blühwunder kann Höhen zwischen 30 und maximal 60 Zentimetern erreichen. Die meisten Sorten liegen jedoch zwischen 30 bis 40 Zentimetern, weshalb sie im Beet an den vorderen Rand rücken sollten. Die Cuphea llavea (auch Fledermausgesicht oder Mickey-Maus-Pflanze genannt) und die zählen zu den höheren Sorten und vertragen Halbschatten etwas besser. Die Mickeymaus-Pflanze gibt es beispielsweise auch mit deutlich längeren, auffallend rot-violetten Blüten.

 

Welke Blüten entsorgt das Köcherblümchen freundlicherweise selbst, so dass man diese nicht mühsam einzeln entfernen muss. Diese fallen einfach zu Boden.

  

Ist die Köcherblume / Scheinmyrthe winterhart?

Nahaufnahme der kleinen, weißen Blüten der Köcherblume / Japanischen Scheinmyrthe nebst ihren dunkelgrünen, schmalen Blättern im Sommersonnenschein. Bild K.D. Michaelis

Wenn die Köcherblume einen Nachteil hat, dann ist dies leider ihre Frostempfindlichkeit, weshalb diese - eigentlich mehrjährige - Blühpflanze bei uns allgemein als nicht winterhart gilt.

 

Sowohl Cuphea llavea, als auch Cuphea hyssopifolia und Cuphea ignea mögen nur Temperaturen über dem Gefrierpunkt.

  

 

Kann  man die Scheinmyrthe / Köcherblume überwintern?

Ja! Möchte man Köcherblumen / Scheinmyrthen überwintern, brauchen diese dazu einen möglichst hellen, kühlen Platz im Inneren von Gebäuden, an dem etwa 10 Grad vorherrschen. Vor dem Umzug ins Winterquartier sollten die Triebe etwa um die Hälfte zurückgeschnitten werden. Das Gießen sollte jetzt deutlich reduziert werden und nur dann mit wenig Wasser erfolgen, wenn die Erde ansonsten auszutrocknen droht.


Welche Sommerblüher sichern Insekten das Überleben?

eBook und Buch: Bienen halten und Bienen unterstützen. Ein Plädoyer für Bienen und heimische Imker zusammen mit lila Lavendel und einer orangeroten Kokardenblume. Bild und Buch K.D. Michaelis

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer, oftmals ebenfalls pink-/violetter Sommerblüher, die eine wichtige Rolle für die Versorgung unserer Insekten mit Nektar und Pollen spielen und ihnen so das Überleben bis zum Herbst ermöglichen.

 

Wenn wir diesen einen Platz in unseren Beeten, Wiesen, Kübeln, Ampeln, Balkonkästen und unserem Herzen gewähren. 

 

Da wären zum Beispiel: die Flockenblume, die Garten-Dreimasterblume, die Glockenblume, die Hänge-Buddleie, das Patagonische Eisenkraut, der Sommerflieder und die Vanilleblume. Zu all diesen zauberhaften Blütenpflanzen gibt es eigene Blogbeiträge.

 

Noch viele weitere Pflanzenvorschläge inklusive deren Standortansprüchen und ihrer jeweiligen Blütezeit findet Ihr zudem gleich seitenweise in meinem Bienen- und Honigbuch.


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