Brombeeren - ein toller Lebensraum für Insekten, Kleinsäuger und Vögel

Wieso wilder Brombeerbusch anstatt Brombeer-Spalier?

Brombeerbüsche bilden schnell ein schier undurchdringliches, stacheliges Gebilde - aber genau diese Tatsache macht sie bei einer ganzen Reihe von Tieren so beliebt und nahezu unverzichtbar.

 

Wer mehr Natur in seinem Garten zurückholen und einen wertvollen Lebensraum für Mensch und Tier erschaffen will, muss einfach nur den Mut aufbringen, die Natur auch so zuzulassen, wie sie natürlicherweise wäre.

 

Denn ein - aus rein praktischen und optischen Gründen - auf ein Spalier gezogener Brombeerstrauch bietet sehr viel weniger Nahrung und keinerlei Versteck- oder Nistmöglichkeiten und folglich auch keinen wirklich wertvollen Lebensraum.

 

Was sind günstige Standortbedingungen für Brombeeren?

Was mögen Brombeeren und was vertragen sie nicht?

Brombeeren sind ziemlich anspruchsvoll. Am liebsten stehen sie sonnig bis halbschattig und gedeien auf fast jedem Boden. Besonders gut wachsen sie auf einem humusreichen, gut durchlässigen, leicht sauren/kalkarmen Boden (idealer pH-Wert 5,5 bis 6,5).

 

Je sonniger die Brombeere gepflanzt wird, umso mehr ihrer Früchte werden letztendlich auch ausreifen und die entsprechende Süße entwickeln.


Was sie überhaupt nicht mögen ist Staunässe. Auch stark verdichteter Boden (der Staunässe befördern kann) eignet sich nicht wirklich gut als Untergrund für Brombeeren.

  

Wann blühen Brombeeren?

Weiße bis hellgrüne, unterschiedlich große Blütenknospen der Brombeere mit Regentropfen vor den grünen Brombeer-Blättern. Bild K.D. Michaelis

Die Blütezeit der Brombeere liegt normalerweise  im Juni und Juli - manchmal auch bis in den August hinein. Wobei der Strauch nie alle seine Blüten auf einmal öffnet, sondern nur nach und nach. Weshalb es stets neben den Blütenknopsen auch schon teilweise oder ganz geöffnete Blüten an der gleichen Pflanze gibt. Das verlängert das Nektar- und Pollenangebot und macht es für die tierischen Besucher verhältnismäßig lange nutzbar.

 

Man kann dies auch schön an diesem Bild erkennen, dass kleine, weiße bis große, eher hellgrüne Blütenknospen der Brombeere in allen Entwicklungsstadien zeigt. Aufgenommen habe ich diese hübschen Knospen der Brombeerblüten in Sahlenburg (Cuxhaven) am 09. Juni 2022.

  

Noch geschlossene bis komplett geöffnete weiße und hellrosa gefärbte Brombeerblüten neben ihren grünen Brombeerblättern. Bild K.D. Michaelis

Ebenfalls nur 1 Minute später am gleichen Brombeerbusch ist dieses Bild entstanden. Wie man hier sehen kann, variiert die Farbe der 5 Brombeer-Blütenblätter von weiß bis hellrosa. Dabei ist die Brombeerblüte selbst recht groß und auffällig. So hübsch sie auch sind, sie besitzen erstaunlicherweise keinen Duft.


Brombeer-Früchte treifen es bunt

Welche Farbe haben Brombeeren / Brombeer-Früchte?

Große Erdhummel auf einer hellrosa Brombeerblüte - daneben hellgrüne, noch unreife Brombeerfrüchte und Blätter. Bild K.D. Michaelis

Der zeitversetzte Blühbeginn der Brombeere wirkt sich natürlich auch auf den Reifegrad der Beeren aus. Da die Früchte der Brombeere während der Reifezeit ihre Farbe verändern, ist so ein Brombeerstrauch auch immer mit Früchten in den unterschiedlichsten Farben besetzt.

 

Hier kann man ganz links im Bild eine große Erdhummel auf einer rosa Brombeerblüte futtern sehen, während daneben schon einige unreife, grüne Brombeerfrüchte zu sehen sind.

 

Brombeerstrauch mit halbreifen, rosa und roten Brombeeren, die noch nicht schwarz und deshalb auch noch nicht reif sind. Bild K.D. Michaelis

Anfangs sind die Früchte der Brombeeren cremefarben bis hellgrün. Dann wird das Grün dunkler und anschließend ändert sich die Farbe zu einer Art rosa. Später werden die Brombeeren erst rot und anschließend dann schwarz. Ihre eigentliche Farbe als reife Frucht.

 

Auf diesem Bild ist das halbreife Stadium der Brombeeren zu sehen, deren Farbe zwischen rosa und rot liegt. Hier heißt es also noch ein wenig warten, bis man die dann hoffentlich süßen Früchtchen pflücken und genießen kann.

 

Erst die schwarzen Brombeeren sind wirklich reif und lassen sich dann meist von August bis September ernten.

 

Möglichst viel Sonne sorgt dabei für ein besseres Ausreifen der Beeren.


Wann pflanzt man Brombeeren am besten?

Grundsätzlich lassen sich Brombeersträucher das ganze Jahr über pflanzen, wobei auch hier das Frühjahr (nach den Eisheiligen) die beste Zeit ist, da ganz junge Brombeer-Pflanzen etwas frostempfindlich sein können. Ist die Brombeere erst einmal gut angewachsen, ist sie frost- und winterhart. Lediglich sehr starke Winterfröste (mit Temperaturen unter -15 °Celsius) können für Erfrierungen an den Brombeerranken sorgen.


Auch wenn dies nicht wirklich nötig ist, kann man einer Brombeere natürlich eine kleine Rankhilfe (zum Beispiel aus Holz oder ummanteltem Draht) anbieten. Womit hier tatsächlich nur eine kleine Kletterhilfe gemeint ist und nicht das Heranziehen der Brombeere als richtiges Spaliergehölz.

 

Um die Brombeerranken sicher und für die Pflanze verletzungsfrei zu befestigen, eignet sich stabiler, mit Kunststoff ummantelter Bindedraht. Dabei sollte man den Ranken immer ein wenig Luft lassen und sie nicht zu eng an die Kletterhilfe binden. Der Fachhandel bietet auch fertige Pflanzenclipse / Pflanzenklammern an, die besonders einfach und bequem zu handhaben sind. Verwendet man hier ebenfalls eine größere Größe, bleibt den Ranken genug Platz, um noch etwas zu wachsen, ohne gequetscht zu werden.


Wie schneidet man Brombeeren richtig?

Da Brombeersträucher sehr wüchsig sind und ohne Rankhilfe dazu neigen ein dichtes, undurchdringliches Gestrüpp zu bilden, müssen sie normalerweise jedes Jahr etwas zurückgeschnitten werden. Die beste Zeit dafür ist im Frühjahr (März). So können die älteren Ranken die Jungtriebe noch vor allzu starker und damit schädlicher Wintersonne schützen.

 

Die Blüten und damit natürlich auch die Früchte werden von der Pflanze nur an den Spitzen der älteren, zweijährigen Ranken gebildet. Diese Fruchttriebe tragen nur ein einziges Mal und werden anschließend schnell braun und damit natürlich auch etwas unansehnlicher. Weshalb manche Gärtner diese auch bereits im Herbst bodennah abschneiden. Damit vernichtet man aber leider auch wichtige Nistmöglichkeiten für Wildbienen. Weshalb es auch hier toll wäre, wenn man sich mit diesem Anblick anfreunden und die verblühten Ranken stehenlassen kann. Siehe hierzu auch den eigenen Absatz weiter unten.

 

Zumal es sich in Gegenden mit eher strengeren Wintern sowieso verbietet, die Brombeerranken bereits im Herbst einzukürzen, da damit das Zurückfrieren gefördert und die Brombeere geschädigt werden kann. Wird der komplette Brombeerstrauch sehr stark zurückgeschnitten, führt dies im Folgejahr auch zu weniger Früchten und natürlich verlieren dadurch auch einige tierische Bewohner ihre Deckung und Nistmöglichkeiten.


Brombeer-Begleitpflanzen / Naschhecke anlegen

Welche Pflanzen passen zu Brombeeren und können daneben gepflanzt werden?

Denkbar wäre beispielsweise eine Naschhecke anzulegen, die nicht nur für uns, sondern vor allem auch für unsere tierischen Gartenbewohner eine Reihe unterschiedlicher, leckerer Früchte und damit auch Nahrung zu verschiedenen Jahreszeiten bietet.

Dafür würden sich beispielsweise Himbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren oder auch Heidelbeeren anbieten.

 

Denkbar ist auch eine Vogelschutzhecke, in der man die vorgenannten Beerensträucher beispielsweise mit Eberesche und Holunder kombiniert.

 

Wobei sich die Tiere natürlich nicht nur über die Beeren, sondern auch über den Nektar und Pollen der Blüten und die damit angezogenen Insekten als zusätzliche Nahrung freuen. Einige (wie zum Beispiel Schmetterlingsraupen) fressen auch noch zusätzlich die Blätter. Läßt man das herabgefallene Laub unter der Hecke als Laubschicht/Laubstreu liegen, nisten sich hier ebenfalls zahlreiche Insekten ein, die Vögeln und auch dem Igel zusätzliche Nahrung bieten. Wodurch so eine Beeren-Hecke unseren tierischen Gartenbesuchern vom Frühjahr bis zum Herbst einen reichgedeckten Tisch bietet.

 


Tierische Brombeer-Besucher nebst Nektarwert

Welche Insekten, Kleinsäuger und Vögel lassen sich an Brombeeren beobachten?

Wildbiene / kleine Hummel

auf den Brombeerblüten

Wildbiene / kleine rote Hummel zu Gast auf den weißen Brombeerblüten. Bild K.D. Michaelis

Winziger, schwarzer Mini-Käfer in der Brombeerblüte

Weiß-rosa Brombeerblüten mit einem winzigkleinen, schwarzen Mini-Käfer in der weißen Brombeerblüte. Bild K.D. Michaelis

Baumhummel als

Brombeerblüten-Besucherin

Baumhummel als Besucherin auf den weißen Brombeerblüten. Bild K.D. Michaelis

Honigbiene zu Besuch auf

den Brombeerblüten

Weiße Brombeerblüten mit einer Honigbiene als geflügelte Besucherin vor den grünen Brombeerblättern. Bild K.D. Michaelis

Zum Vergrößern bitte einfach auf die Bilder klicken.

Von den vielen Insekten-Arten kann man häufig diverse Wildbienen, wie z.B. Hummeln, aber auch Fliegen, Käfer und natürlich auch Honigbienen, Wespen und Schmetterlinge auf den Brombeer-Blüten finden, die dort reichlich Nektar und Pollen finden.

  

Welchen Zuckeranteil und Nektarwert/Pollenwert haben Brombeeren?

Da der Brombeer-Nektar auch noch über einen besonders hohen Zuckeranteil verfügt, ist er als Super-Treibstofflieferant gerade auch bei Honigbienen sehr begehrt und deshalb auch oft Bestandteil von vielen Frühjahrs- und Sommerhonigen.

Brombeeren sind echte Bienenweiden / Insektenweiden.

Nektar- und Pollenwerte für Brombeeren: Nektar 3 und Pollen 3.

(Der Maximalwert dieser Skala ist 4, der jedoch nur sehr selten erreicht wird.) 

 

Brombeerranken als Nisthilfen für Insekten/Wildbienen?

Wildbienen haben schon immer gerne trockene Pflanzenstängel und Ranken zur Eiablage benutzt. Dazu zählen neben Brombeeren auch Beifuß, Disteln, Heckenrosen, Holunder, Königskerzen, Schilf und sogar der viel gemähte Sommerflieder!

 

Trotzdem kann man die Insekten dabei unterstützen, indem man die verblühten und trockenen Pflanzenstängel stehenlässt und sie eben nicht entfernt und entsorgt. Am oberen Ende einfach abbrechen oder abschneiden und schon hat man eine Art Tür / Eintrittsöffnung für die wilde Biene geschaffen, die es ihr ermöglicht, ihre Eier in noch viel mehr Stängeln abzulegen, als wenn sie nur auf natürliche Bruchstellen angewiesen wäre oder die Stängel erst mühsam aufbeißen müsste.

 

Wer sich mit dem Anblick der verblühten, abgestorbenen, braunen Brombeer-Ranken nicht wirklich anfreunden kann, sollte diese wenigstens im abgeschnittenen Zustand an einem trockenen Ort überwintern und im zeitigen Frühjahr an sonniger, trockener Stelle senkrecht wieder zurück in den Boden stecken. Es ist auch möglich, sie senkrecht oder nur leicht schräg einzeln an einen Holzpfahl oder an den Maschendrahtzaun zu binden. Dazu eignet sich mit Kunststoff-ummantelter Blumen-Bindedraht ganz gut.

 

Davon diese Ranken büschelweise und waagerecht aufzuhängen, wird normalerweise abgeraten, da dies in der Natur so ja auch nicht vorkommt. Die allermeisten Wildbienen sind so genannte Solitärbienen und mögen oder brauchen somit auch keine Wohnsilos. Zwar kann es durchaus sein, dass auch waagerechte Stängel besiedelt werden, allerdings gibt es auch einige Mauerbienen-Arten, die senkrechte und leicht schräge Stängel ganz bewusst bevorzugen. Angst haben, dass die Bienenbrut zu nass wird, muss man auch nicht haben, da die Bienen ihre Brutröhren vorne gut verdeckeln und dies in senkrechter Form - schon lange vor unserem Erscheinen-  perfekt funktioniert hat. Bienen sind echte Dinosaurier. Schätzungen gehen davon aus, dass die Biene seit mindestens 45.000.000 Jahren - oder vielleicht auch schon seit 90 Millionen Jahren - ihre Kreise auf der Erde zieht.

 

Ein sonniger, frei anfliegbarer Standort, der so zwischen 50 bis 100 Zentimetern über dem Boden liegt ist in jedem Fall wichtig. Diese in einen Baum zu hängen, macht absolut keinen Sinn, da die dafür in Frage kommenden Wildbienen dort nicht nach Pflanzenstängeln suchen würden.

 

Um die Bienen-Brut nicht gleich wieder zu vernichten, ist es wichtig, die Brombeerranken im folgenden Jahr einfach nur um neue, zusätzliche zu ergänzen und nicht alle (inzwischen sicherlich schon leicht verwitterten) alten Pflanzenstängel des Vorjahres zu entsorgen. Da die Bienenbrut darin überwintert und sich erst im darauffolgenden Jahr ihren Weg nach draußen freibeißt.


Die Haselmaus liebt Brombeeren geradezu

Neben einigen echten Mäusen findet sich auch die hübsche, kleine, nachtaktive Haselmaus gerne an Standorten mit Brombeeren ein. Haselmäuse lieben Brombeersträucher und das gleich aus mehreren Gründen. Denn neben Haselnüssen frisst die Haselmaus auch sehr gerne verschiedene Beerenarten, wie zum Beispiel Holunderbeeren, Faulbaumfrüchte, Himbeeren und auch Heckenkirschen. Ganz besonders beliebt sind jedoch Brombeeren bei dem kleinen Bilch (der eigentlich gar keine Maus ist).

 

Außerdem läßt sich in einem Brombeergestrüpp auch ein durch die Stacheln sehr gut geschütztes, etwa faustgroßes Sommernest aus Gras, Laub und Moos entweder als Schlafnest oder für die Jungenaufzucht bauen. Von diesen Nestern legt die stark gefährdete Haselmaus gleich mehrere in ihrem relativ kleinen Revier an, um im Gefahrenfall schnell umziehen zu können. Für den Winterschlaf nutzen Haselmäuse gerne eine bodennahe Höhle in Bäumen, herabgefallenen, dicken Äste oder Baumstümpfen, solange sie einen ausreichend großen und lang genugen Hohlraum bieten. Sie wurden aber auch schon in Vogelnistkästen gefunden. Wobei sie normalerweise bodennahe Nester bevorzugen, die ebenfalls wieder mit trockenem Laub, Gras und Moos ausgepolstert werden.

 

Ein dichtes Brombeergestrüpp bietet der Haselmaus viele Versteckmöglichkeiten und zugleich auch besonders viel Nahrung, weshalb sie dessen Schutz nur recht selten verläßt. Ein am Spalier gezogener Brombeerstrauch hingegen beraubt sie des dringend benötigten Schutzes und eines Großteils der Nahrung.


Vor allem das Fehlen verschiedener, fruchttragender Bäume und Sträucher gefährden das Überleben der inzwischen leider recht seltenen und europaweit geschützten Haselmaus, die neben Haselnüssen und Bucheckern eben auch verschiedene Beeren benötigt, um sich genügend Winterspeck anfressen zu können und nicht während der kalten Jahreszeit im Schlaf zu verhungern. Daneben gehören Insekten, Nektar und Pollen sowie Triebe, Knospen und Blätter auch zum Speiseplan des Bilches. Auch für diese Nahrungsbestandteile eignet sich ein Brombeerdickicht das ganze Jahr über perfekt.


Auch für Vögel sind Brombeeren ein reich gedeckter Tisch

Neben anderen Gehölzen wie der Europäischen Stechpalme (Ilex), verschiedener Wildrosen (wie der Essigrose, Hundsrose, Zimtrose), der Kornelkirsche, der Schlehe und dem Weißdorn gehört auch die Brombeere zu den so genannten Vogelnährgehölzen, die kleinen und großen Vögeln Nahrung, Lebensraum, Nistmöglichkeiten und sicheren Unterschlupf bieten. Allerdings auch hier wieder nur in ihrer natürlichen Form als dichte Hecke und eben nicht in Reih und Glied wie auf einem Spalier.

 

Die stachelbewehrten Brombeer-Festungen nutzen gerade kleine Vögel, wie Blau- und Kohlmeisen, Mönchsgrasmücken, Rotkehlchen, Spatzen und Sperlinge gerne. Aber auch Amseln und Drosseln wissen die reifen Früchte der Brombeeren zu schätzen.

 

Läßt man das herabgefallene Laub liegen, so verstecken sich darin zahlreiche Insekten, die den Tieren noch zusätzliche Nahrung bieten.


Welche Beeren ähneln Brombeeren?

Verwechslungsgefahr zwischen Brombeeren und Maulbeeren

Schwarze, glänzende Maulbeeren inklusive grüner Maulbeerbaum-Blätter. Bild von valenciamarkyv69 bei Pixabay. Freie kommerzielle Nutzung

Brombeeren sind immer schwarz und haben eine eher rundliche bis ovale Form.
Maulbeeren können ebenfalls schwarz sein. Es gibt sie (im Gegensatz zur Brombeere) aber auch in weiß bzw. cremefarben und rot.

 

Die Maulbeere selbst ist länglicher als eine Brombeere - je nach Sorte kann sie sogar sehr viel länglicher und schmaler sein als eine Brombeere. Diese schöne Aufnahme nicht besonders langer Maulbeeren stammt von Mark Valencia (valenciamarkyv69) auf Pixabay

 

Maulbeeren wachsen auf Maulbeerbäumen, die eher selten auch strauchartig sind und als Baum zwischen 6 und 15 Metern hoch werden können. Wohingegen Brombeeren an Brombeersträuchern zu finden sind. Allerdings wächst die Weiße Maulbeere in unseren Breiten oft nur strauchförmig und da sie auch schwarze Früchte tragen kann, ist die Wuchsform hier nicht immer das entscheidende Kriterium, um beide Pflanzen sicher unterscheiden zu können.

 

Die verschiedenen Maulbeerarten und selbst ein einzelner Maulbeerbaum besitzen teilweise recht unterschiedliche Blätter, von denen die meisten jedoch groß und herzförmig mit einem oftmals gezahnten Rand sind. Sie stehen wechselständig (also einzeln) am Ast. So waren es dann auch diese Blätter der Weißen Maulbeere, die überhaupt zum Import und Anbau der Maulbeere bei uns führten. Da sie als Futter für die Zucht des Seidenspinners und damit zur Seidenproduktion benötigt wurden. Mich erinnern die Blätter einiger Maulbeeren fast ein wenig an Lindenblätter.

 

Die Blätter des Brombeerstrauchs hingegen stehen nicht einzeln, sondern bilden einen kleinen Blatttrieb mit jeweils 3 bis 5 einzelnen, eher etwas schmäleren und länglicheren Blättern daran. Es gibt aber auch einzelne Brombeer-Arten mit handförmig geteilten, gezahnten Blätter - wie zum Beispiel die Schlitzblättrige Brombeere (Rubus laciniatus).


Maulbeeren besitzen grundsätzlich keine Stacheln, Brombeeren sind normalerweise ziemlich stachelig. Auf dem Markt sind inzwischen jedoch auch etliche, stachellose Brombeer-Züchtungen (wie beispielsweise Buckingham Tayberry) erhältlich.


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